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Zwitter-Motoren mit Diesel- und Otto-Technik = der Diesotto

Im Test laufen die Diesotto Motoren oder „Combined Combustion Engines“ bereits, doch bis zur Serienreife wird es noch ein wenig dauern.

Die Zwittermotoren, die in einem extremen Magerbetrieb gefahren werden und in einigen Lastbereichen selbst zünden, während sie in anderen auf den zündenden Funken angewiesen sind. Eine elektrisch gesteuerte Nockenwellenverstellung regelt das Verdichtungsverhältnis, je nach erforderlicher Verdichtung durch geänderte Ventilöffnungen (Ventilhub).

Der große Vorteil ist die enorme Verbesserung des Wirkungsgrades gegenüber konventionellen Otto-Motoren um bis zu
20 % sowie eine weitere Absenkung der umweltbelastenden Abgase gegenüber den heutigen Dieselmaschinen um bis zu 60 %.


Wenn sich Benziner und Diesel weiter annähern sollen, braucht es auch neue, saubere und teilweise sogar synthetisch hergestellte Kraftstoffe, damit diese Zwitter-Motoren auch laufen können. Nicht umsonst also machen einige große Automobilhersteller mittlerweile die Hausaufgaben für die Mineralölhersteller und tüfteln am Treibstoff für morgen. Diesel und Benziner sind sich bereits näher als man denkt. Einige Hersteller nutzen längst große Teile des Grundmotors für beide Technologien gemeinsam. Verschiedene Teilbereiche beider Techniken können gemeinsam genutzt werden.

Zwei Beispiele: Porsche setzt bei der variablen Turbinengeometrie für den neuen Turbo im 911 auf eine Technologie, die beim Diesel längst gang und gäbe ist. Auch bei der Direkteinspritzung profitieren die Benziner von den Erfahrungen, die beim Diesel gemacht wurden. Umgekehrt steigen bei den Selbstzündern stetig die Drehzahlen.

Diesel + Otto = Diesotto


Leistungsfähig wie ein Benziner, drehmomentstark wie ein Diesel und dabei noch extrem sauber. Drei Dinge auf einmal, die nun wirklich nicht gehen? Der Zwittermotor soll die Vorteile von Benzin- und Dieseltriebwerken unter einen Hut bringen und die Nachteile ausmerzen – die Verbrennung wäre hoch effizient.

Ein Beispiel ist der F700 ist ein Concept Car von Mercedes Benz. Aufsehen erregend war sein niedriger Verbrauch dank seinem Antrieb. Nur 5,3 Liter frisst die vierzylindrige große Luxuslimousine – bei einem 1,8 Liter Hubraum, 238 PS und einem Drehmoment von 400 Newtonmetern.

Bisher waren die Rollen in der Motorenwelt klar verteilt: Der Diesel ist besonders sparsam, Benziner dafür schadstoffärmer. Der Zwitter soll die Vorzüge der Dieseltechnologie in den Benziner bringen. D.h. Beim Start und bei Volllast wird das Benzin-Luft-Gemisch wie bei einem konventionellen Ottomotor per Zündkerze zur Explosion gebracht. Im Bereich der Raumzündung entzündet sich das Gemisch aus Kraftstoff und Luft von selbst – wie bei einem Diesel, der deswegen ja auch Selbstzünder genannt wird. Die Verbrennung ohne Zündkerze ist zum einen sparsamer. Zum anderen entstehen bei der Raumzündverbrennung kaum noch Stickoxide. Die Selbstzündung funktioniert aber nur im Teillastbereich des Motors bei niedrigen und mittleren Drehzahlen. Bei Volllast muss eben wie bei einem normalen Benzinmotor die Zündkerze nachhelfen.

Eine Kraftstoffsorte reicht völlig

Diese Mischung aus Diesel und Benziner benötigt nur eine Kraftstoff. Es ist das gute alte Benzin. Für die Abgasreinigung reicht dafür ein normaler 3-Wege-Katalysator. Wann der Diesotto Serienreife erlangt, ist noch nicht bekannt.


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