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Autogasanlage: Welche ist die richtige für Sie?

Autogasanlage rechnet sich schnell

Autogas, LPG oder Flüssiggas ist eine günstige Alternative zum Benzin. Mit keinem kann man so viel sparen wie mit diesem Flüssiggas. Es wird zwischen vollsequentiellen und halbautomatischen Anlagen unterschieden.

Die halbautomatische Anlage ist für ältere Fahrzeuge gedacht. Das Luft-Gasgemisch sammelt sich im Ansaugtrakt und wird mit Hilfe von Unterdruck gleichmäßig an die Zylinder verteilt. Halbautomatische Autogasanlagen sind in der Regel bei Motoren bis zur Euro 2-Abgasnorm geeignet.

Die vollsequentielle Anlage ist digital. Funktioniert ähnlich wie eine Benziner-Einspritzanlage. Durch eine computergesteuerte Einspritzdüse wird die Zufuhr für jeden einzelnen Zylinder geregelt. Die Einspritzung bei den meisten Autogas-Anlagen erfolgt im gasförmigen Zustand und muss das Gas zunächst in einem Verdampfer gasförmig gemacht werden. Vollsequentielle Anlagen sind für Fahrzeuge geeignet, die mit einer Multipoint-Einspritzanlage ausgerüstet sind und kann auch bei jüngeren Abgasnormen eingesetzt werden.

Beispiele für vollsequentielle LPG-Anlagen sind die Prins VSI und die Zavoli AliseiN, wie auch die JTG Icom, die das Flüssiggas flüssig einspritzt und auf einen Verdampfer verzichten kann. Diese Anlagen verfügen über eigene Steuercomputer, die zum Teil auf die Kennfelder im Motorsteuergerät zurückgreífen können.

Jede vollsequentielle Autogas-Anlage unterliegt einem bestimmten Instandhaltungsplan. Dazu gehört ein Serviceheft mit den vorgeschriebenen Intervallen, in der Regel: zwischen 20.000-30.000 km. Die Garantie des Herstellers kann nur gewährt werden bei Einhaltung dieser Wartungsintervalle. Der LPG-Mehrverbrauch liegt bei vollsequentiellen Autogasanlagen etwa 10 bis 15 % über dem Benzinverbrauch.

Teilsequenziellen Anlagen

Autos, die mit LPG bzw. Autogas fahren, starten mit Autogas oder mit Benzin um eventuellen Warmlaufproblemen entgegenzuwirken. Bei voll- und teilsequenziellen Anlagen aber auch bei Venturianlagen wird das im Tank befindliche flüssige Gas unter Druck in den Vergaser eingeführt. Da das Gas sehr stark beim Einfüllen abkühlt wird deshalb oft erst bei 30° C Kühlertemperatur auf Gas umgestellt.


Eine teilsequenzielle Anlage arbeitet indem sie mittels eines genauen Dosierventil. Hier wird das Autogas mittels eines sternförmigen Gasverteilers in die Ansaugspritzen des Zylinders geleitet. Es findet kein Leistungsverlust statt, da keine Querschnittsveränderung im Ansaugtrakt besteht. Häufig besitzt die teilsequenzielle Anlage einen LPG-spezifischen programmierbaren Kennfeldgeber. Ältere PKWs können mit diesen Anlagen bis zu Euro 3 umrüsten werden.

Die Autogas-Venturi-Technik

Bei der Venturi-Technik wird, ähnlich der teilsequentiellen und vollsequentiellen Anlagen, das Gas vor der Verbrennung verdampft. Das Autogas aus dem Tank wird über einen Verdampfer dem Motor zugeführt, wobei es stark abkühlt. Der Verdampfer wird über das Kühlwasser beheizt um eine Vereisung zu vermeiden. Wenn der Verdampfer nicht beheizt würde, würde er durch die Abkühlen nicht mehr in der Lage sein weiterhin LPG zu verdampfen. Daher wird der Betrieb mit LPG bei diesen Anlagen erst ab einer Kühlwasser-Mindesttemperatur möglich. Die Temperatur liegt bei 15-30°C. Erst dann setzt der LPG-Betrieb ein, vorher muss mit Benzin gefahren werden. Das Auto läuft zunächst im Benzinbetrieb und schaltet dann automatisch auf Autogas-Betrieb um, wenn das Kühlwasser diese Mindesttemperatur erreicht.

Nach dem Verdampfen wird das Gas gefiltert und schliesslich vor die Brennraumeinlassventil eingegast. Die Venturi-Technik erhält Ihren Namen durch die Ausnutzung des Venturi-Effekts (das Ansaugrohr verjüngt sich und erzeugt dadurch Unterdruck im Ansaugrohr). An der verjüngten Stelle im Rohr wird das LPG über ein Dosierventil angesaugt. Es wird also unterdruckgesteuert dosiert. Die Umrüstung auf eine Venturi-Anlage ist viel günstiger als bei den anderen verfügbaren Techniken. Sie ist die älteste Technik und gegenwärtig noch am weitesten verbreitet. Ihr Nachteil: Durch die Verengung entsteht ein Leistungsverlust das den Mehrverbrauch an Gas begründet. Die Venturi-Technik entspricht heute nicht mehr dem Stand der Technik.

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