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Trägt Chery Automobile zur Weltmarktführerschaft bei?

Das Unternehmen Chery Automobile wurde 1997 in in Wuhu in der chinesischen Provinz Anhui gegründet und produzierte schon zwei Jahre später sein erstes Auto.

Trotz bescheidener Anfänge wird der Autohersteller bald zum schnellstwachsenden unabhängigen Automobilhersteller Chinas. 2001 beginnt man mit dem Exportgeschäft; die ersten Fahrzeuge werden nach Syrien verschifft. 2002 besteht das Unternehmen mit seinen Produkten als erster chinesischer Automobilhersteller den Seitenaufpralltest des nationalen technischen Test-Centers in China und erhält noch im selben Jahr vom TÜV in Deutschland die Zertifizierung nach ISO/TS 16949. Diese Zertifizierung vereinigt alle weltweit existierenden Qualitätsnormen und Forderungen an die Automobilindustrie und ist weltweit anerkannt.

Die jährliche Autoproduktion beläuft sich heute auf über 200.000 Einheiten. Es werden jährlich rund 18.000 bis 20.000 Fahrzeuge ins Ausland exportiert. Zur Zeit ist das Unternehmen der führende Auto-Exporteur des aufstrebenden asiatischen Landes China. Mit 18.000 Fahrzeugen, die ins Ausland gehen, ist das Unternehmen momentan noch der größte chinesische Auto-Exporteur.


Die chinesische Automarke ist in Deutschland noch nicht bekannt, doch ab 2007 sollen die Fahrzeuge des chinesischen Autoherstellers auch in Europa zu kaufen sein. Bisher vertreiben sie nur Kleinwagen in Asien, Afrika und Südamerika, ab 2006 soll aber auch ein größeres Fahrzeug für den US-Markt produziert werden. Für den Vertrieb im europäischen Ausland sind schon Gespräche mit Händlergruppen und Privatimporteuren aufgenommen worden. Doch der chinesische Hersteller will nicht nur auf dem europäischen Markt präsent sein, sondern auch als erster chinesischer Autobauer selbst in Europa produzieren. Als Produktionsstandort haben die Chinesen dabei osteuropäische Länder wie Polen, Rumänien oder Tschechien im Visier. Die ehrgeizigen Pläne des chinesischen Automobilherstellers zielen darauf ab, Spitzenprodukte zu entwickeln, deshalb arbeitet man eng mit Ingenieuren und Designern namhafter Autohersteller – wie Lotus aus Großbritannien und Mitsubishi aus Japan – zusammen, z. B. mit Bertone und Pininfarina aus Italien.

Berühmt wurde dieser Auto-Hersteller im September 2006, als bekannt wurde, dass DaimlerChrysler mit Chery Automobile einen neuen chinesischen Partner gefunden hat. So haben sie eine Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Autobauer Daimler AG vereinbart. Die Kooperation sieht die Übernahme billig hergestellter Kleinwagen vor die unter den Namen Dodge in den USA verkauft werden sollen. Mit Stand des Jahres 2009 gibt es keine weiteren aktuellen Informationen zur Kooperation.

Nach einer Absichtserklärung wird der chinesische Autobauer auch mit dem italienischen Autokonzern Fiat eine geschäftliche Vereinbarung treffen. Die Italiener werden demnach Benzinmotoren erhalten und werden in chinesischen Werken des Fiat-Konzerns zur Verfügung stehen. Die bisherige Absichtserklärung beider Unternehmen sieht vor, dass Fiat Benzinmotoren mit 1,6 und 1,8 Litern Hubraum vom chinesischen Partner für die Fiat-Produktion in China beziehen wird. Es soll sich um jährlich mindestens 100.000 Einheiten handeln.

Mit dem Automodell DS18 werden die Chinesen in den Markt für Elektroauto einsteigen und wird zu einem bisher noch nicht bekannten Zeitpunkt sowie Preis erhältlich sein. Auf dem Genfer Auto-Salon 09 wurde der Chery DR2 vorgestellt, der auf dem Fiat Panda basiert und in Italien gebaut wird.


Der chinesische Autohersteller Chery Automobile enthüllte das selbst entwickelte Elektroauto S18. Das komplett in China anfertigte Fahrzeug tritt somit in den direkten Wettbewerb mit den beiden Herstellern BYD und Toyota. Die Energie erhält der S18 aus einer Lithium-Eisenphosphat-Batterie und kommt mit einer Ladung bis zu 150 km weit. Angetrieben von einem 40-kW-Elektroantrieb erreicht der S18 eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Die Batterie ist an jeder gewöhnlichen Haushaltssteckdose in 4 - 6 Stunden voll aufgeladen. Mit der Schnellladefunktion soll eine Aufladung auf 80% der Batteriekapazität in 30 Minuten machbar sein.

Laut einer Meldung des heimischen Magazins "Aktuell Asia" soll der S18 vorerst noch nicht auf den Markt kommen. In einer ersten Phase sollen Regierungsinstitute die Praxistauglichkeit des Elektroautos testen. Später soll das Fahrzeug dann für 100.000 Yuan (umgerechnet 14.600 US-Dollar) zu kaufen sein.

Die aktuelle Fahrzeugpalette von Chery Automobile umfasst die Modelle Oriental Son, Flagcloud , Windcloud, QQ und Tiggo. Der Oriental Son ist eine viertürige Mittelklasse- Limousine , die mit einem 125 PS starken 2.0-l-Vierzylinder-Benzinmotor oder als 2.4 Liter-Version mit 129 PS erhältlich ist; die Spitzengeschwindigkeit beträgt ca. 190 km/h. Die Motortechnik des Oriental Son stammt von Mitsubishi.

Der Flagcloud, ebenfalls eine Limousine, ist nicht ganz so luxuriös wie der Oriental Son und wird zudem in nur einer Motorvariante mit 116 PS angeboten. Die dritte Limousine der Modellpalette ist der 94 PS starke Viertürer Windcloud. Alle oben genannten Modelle sind entweder mit einer manuellen Fünfgang-Schaltung oder einer Vier-Stufen-Automatik erhältlich. Das Kleinwagensegment bedient Chery mit dem witzigen Stadtauto QQ. Der viertürige Kleinwagen ist in zwei Motorvarianten zu kaufen, als 0.8-l-Dreizylinder mit 52 PS oder als 1.1-l-Vierzylinder mit 53 PS. Der Verbrauch beträgt nach Angaben des Herstellers 3,9 bis 4,4 Liter Benzin, die Spitzengeschwindigkeit liegt bei etwa 130 bis 140 km/h. Das Design der Karosserie mit den freundlich blickenden, runden Scheinwerfern erinnert an den Daewoo Matiz. An der Entwicklung des Sports Utility Vehicles Chery Tiggo waren Ingenieure der britischen Automobilschmiede Lotus maßgeblich beteiligt. Die Motoren stammen aus dem Hause Mitsubishi und sind die gleichen, die auch im Oriental Son zum Einsatz kommen. Der viertürige Geländewagen Tiggo kann mit Allrad- ( 4x4 ) oder Zweiradantrieb bestellt werden. Geschaltet wird per manueller Fünfgang-Schaltung, eine Automatik ist derzeit nicht erhältlich. Alle diese für den europäischen Markt vorgesehenen Modelle erfüllen die üblichen Sicherheits- und Umweltstandards. Die Chinesen setzen dabei ganz auf Benzinmotoren; ein Auto, das mit Diesel fährt, wird derzeit nicht angeboten.

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