Daimler Elektroauto fordert staatliche Kauf-Prämie für Elektroautos
Daimler Elektroauto – Ganz ohne staatliche Förderung sieht der Autobauer Daimler schwarz für Merkels Ziel, die neue Antriebstechnik millionenfache Käufer zu bekommen. Außerdem müsse mehr Euphorie für Elektroautos ausgelöst werden.Bis 2013 investiert man für die Forschung&Entwicklung an Elektroautos in Deutschland 4 Milliarden Euro – das ist die Nachricht an den Fiskus, wenn die Nationale Plattform Elektromobilität, kurz NPE, ihren Zwischenbericht abgibt. Von solchen Summen, die in die Elektroauto-Forschung fließen werden, übernimmt der Bund knapp die Hälfte. Ein großer Haufen Geld, wenn man weiß, dass die Autoindustrie den Steuerzahler in der Vergangenheit bereits 5 Milliarden Euro gekostet hat, die in die Abwrackprämie geflossen ist. Und dann auch ins Ausland abgewander ist. Die inländische Auto-Industrie sieht jedoch eine andere Notwendigkeit: Rund eine Million Arbeitsplätze sollen in dieser neuen Branche entstehen und dann auch gesichert werden. Dafür wäre das viele Geld sehr gut investiert. Es geht hier um den Durchbruch einer neuen Technologie. Und darum, wie Deutschland zum Leitmarkt wird. Daimler Elektroauto: Das wird unsere Zukunft Das klingt schon jetzt als Forderung nach weiteren Subventionen, und tatsächlich hätte die Branche am liebsten zudem eine staatliche Kaufprämie für das Elektroauto. In Frankreich, den USA und vor allem im asiatischen Raum: China und Japan können Autohersteller auf die Unterstützung deren Regierung setzen. Deutschland kommt dabei schon in eine gewisse Bedrängnis. Elektroautos brauchen zumindest bei deren Markteinführung zusätzlich Kaufanreize, um sich als neue Technologie am Markt zu behaupten. Im internationalen Wettbewerb kann es zu Verzerrungen kommen, würden wir das nicht ernst nehmen. Ohne Anreize für Elektrofahrzeuge könnte Deutschland Merkels Ziel bis 2020 eine Million Elektroautos in Deutschland auf die Straße zu bringen, nicht erreichen.
Eine gewisse Euphorie fürs Elektroauto müsste gleichzeitig verbreitet werden. Die Autofahrer sollten Elektroautos nicht nur kaufen, damit sie die Umwelt schonen. Es gilt dabei, Elektroautos anzubieten, die umweltverträglich und attraktiv, cool, trendy, sicher und komfortabel sind. Ein Loblied auf das elektrische Fahren zu singen fällt eigentlich leicht, wenn die Anschaffung nicht so teuer wäre. Am besten wäre es, wenn die Kaufinteressierten selbst einmal mit dem Elektroauto probefahren würden. Dazu eignen sich die so genannte Schaufensterprojekte der Nationalen Plattform. Elektroauto lassen jeden Sportwagen an der Ampel stehen, und das mit null Emissionen. Die Autofahrer sind beispielsweise vom hohen Drehmoment und dem damit verbundenen Fahrspaß begeistert. Außerdem kommt gut an, dass so ein Elektroauto richtig leise unterwegs ist. Man hört erst ein gewisses Fahrgeräusch und das Reifenabrollen bei Geschwindigkeiten von mehr als 30 km/h. Daimler Elektroauto: Bergauf und bergab durch Stuttgarts Straßen Wie die Autofahrer tatsächlich den Alltag mit Elektroautos erleben werden, ist noch immer Problemstellung der Forschung&Entwicklung. Die unterschiedlichsten Argumente werden in derzeit acht deutschen Modellregionen untersucht und dokumentiert. Dabei sind nicht nur Autohersteller und Zulieferer beteiligt, sondern auch Tester, Energieversorger. Die Politik, die ihre Vorschläge bzw. Bedenken dazu einbringt ist zudem beteiligt. Die Mobilität ist schließlich besonders komplex. Künftig wird es problematisch sein, wenn alle Fahrer abends, wenn sie mit ihrem E-Mobil nach Hause kommen, gleichzeitig das Auto an ihrer Haushaltssteckdose aufladen wollen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Stromverbrauch hoch. Hier gilt es intelligente und kundenfreundliche technische Lösungen an die Hand zu geben. Die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Stromlade-Infrastruktur ist in Baden-Württemberg eines der Schwerpunkte. Auch mit Partnern über die französische Grenze hinweg wird kooperiert. Auch die Geographie spielt eine Rolle bei dieser Aufgabenverteilung: In Stuttgart, wo es bekanntlicherweise bergauf und bergab geht, kann das Fahrverhalten am Berg leichter dokumentiert werden als etwa in nördlichem Deutschland von Wolfsburg oder Hannover. Was an Erfahrungen durch die Modellregionen gewonnen wird, soll keinesfalls nur den beteiligten Unternehmen zur Verfügung stehen. Dafür wird von staatlicher Seite subventioniert. Leistungsfähigere Lithium-Batterien Alle Ergebnisse aus gegebenenfalls staatlich geförderten Programmen sind öffentlich zugänglich und stehen allen Interessierten bereit. Für die Industrie bedeutet das, für den eigenen Bedarf zusätzlich investieren zu müssen, um Wettbewerbvorteile zu sichern. Mehr als die Hälfte seines Budgets von 4,3 Mrd. Euro fließen bei der Daimler AG in die Erforschung und Entwicklung umweltfreundlicher Mobilitätstechnologien, die die Zukunft braucht. Während hierzulande noch öffentlich über die Defizite in der Batterietechnik debattier wird, geht es in der Forschung bereits um eine weitgehender Technologie. Um neuartige Varianten von Lithium-Batterien, die durch veränderte Kombinationen in den Materialien leistungsfähiger werden können. Dies ist enorm wichtig und durch den Staat besonders förderungswürdig. Um künftigen Batterietechnik weltweit wettbewerbsfähig zu produzieren, müssen man das auch in Deutschland beherrschen. Die Zusammenarbeit mit Chinas BYD ist beim Daimler Elektroauto festgezurrt Derzeit, das räumt Daimler ein, ist Deutschland in der Batterietechnik nicht an der Spitze. Aktuell kauft man die die Batterien im Ausland ein, zum Beispiel in Japan oder Korea. Wenn wir diese Chance verpassen, hier schnell Kompetenz zu schaffen damit zumindest die Batteriezellen-Montage und die Steuerungselektronik nach Deutschland geholt werden können, dann werden wir künftig nicht vorne mitspielen. Rund um die Batterie steckt der größte Teil des Know-hows. Auch deswegen hat sich Daimler bewusst für eine eigene Batterieproduktion gemeinsam mit Evonik in der Deutschen Accumotive GmbH & Co. KG entschieden. Hier kann umfassendes Wissen in Forschung, Entwicklung und Produktion sicher gestellt werden. Klar ist, dass Daimler nicht für alle Fahrzeuge Batterien herstellen kann. Schon jetzt ist die Kooperation mit dem chinesischen Hersteller BYD angebandelt. Die Chinesen von BYD setzen auf Lithium-Ionen-Batterien auf der Basis von Eisen-Phosphat. Diese sind zwar größer und schwerer, aber auch kostengünstiger - was das Elektroauto dringend braucht. Das wird zudem vom chinesischen Staat vorgeschrieben, weil diese Rohstoffe in China vorkommen. Für Daimler ist eins klar: Das werden die Batterien sein, die in das gemeinsam entwickelte Daimler Elektroauto verbaut werden, das ab 2013 vorerst in China verkauft werden soll.
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