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Der Artega wird das deutsche Elektroauto 2011

Elektroauto 2011: In den USA hat es der Tesla mit seinem Erstling Roadster uns vorgemacht. Es könnte bald auch einen Elektroflitzer aus Deutschland geben. Der Artega aus Delbrück präsentiert auf der Frankfurter IAA 2011 sein Modell SE. Zwei Elektromotoren, die auf der Hinterachse verbaut sind, mit zusammen 280 kW, das sind 380 PS, sorgen für ordentlichen Vortrieb und übertragen die Kraft völlig unabhängig voneinander auf eines der beiden hinteren Räder. Kein Wunder, dass er so ausgestattet in 4,3 Sec. von 0 auf 100 sprintet – eine halbe Sekunde schneller als in der Verbrennerversion. Sogar eine halbe Sekunde schneller als der Artega GT, der mit Verbrennungsmotor ausgestattet ist. Bei der Höchstgeschwindigkeit muss das Sportfahrzeug allerdings Federn lassen – hier kommt er auf 250 km/h.

Der Umbau des Artega zum Elektroauto, der ihn zum Artega SE (Sports Electric) macht, weißt einige beeindruckende Stärken auf. Doch was macht mehr Spaß? Das Beschleunigen oder das schnelle Fahren?

Beim Antrieb des Artegas kommt es zu einem Wirkungsgrad von über 90 %. Am Ende geht es immer um die Frage um die Reichweite. Auch hier muss der Artega SE sich nicht verstecken. Er hält mit 200 Kilometern sehr gut mit den Alternativen mit. Die Reichweite, nach der NEDC-Norm gemessen, beträgt bei dem Elektroauto Artega beachtlichen 300 km. Diese, für Elektroautos hohe Reichweite verdankt das Fahrzeug einer 37 KW/h-Batterie. Das Kraftpaket wiegt deutliche 310 Kilogramm. Insgesamt bringt er 1.440 Kilogramm.

Über den Strom-Anschluss am Heck des Fahrzeugs lassen sich die Batterien an eine normal gesicherte Haushaltssteckdose aufladen. An speziellen Parkplätzen oder Park&Ride-Stationen mit Ladestationen verkürzt sich die Ladezeit um ein Erhebliches. Bei dieser erhöhten Ladeleistung kann das komplett entladene Batteriesystem in 1,5 Stunden nachgeladen werden.


Der komplette Antriebsstrang wiegt 150 kg. Dazu kommt das Batteriepaket mit 310 kg. Im Ganzen ist der Artega SE 130 kg schwerer als der GT.

Mit den Schaltern am Lenkrad kann der Autofahrer den Grad der Rekuperation entsprechend bestimmen. Der Einstellbereich reicht dabei von der maximaler Rekuperation von rund 75 kW bis hin zur Null, dem so genannten „Segeln“, was keine Rückgewinnung bedeutet. Der Fahrer kann damit die Charakteristik des Gasgebens entsprechend seinen Bedürfnissen oder entsprechend der Fahrsituation manuell anpassen. Das Anzeigeinstrument dafür wurde neu gestaltet mit kombinierten Analog- und Digitalanzeigen für die drei Messdaten: Reichweite, Geschwindigkeit und auch Batterieladezustand. Hinzu kommt eine Anzeige für den Messwert Energiefluss.

Innerhalb der 4000 Quadratmeter großen Produktionsfläche in Delbrück ist die Herstellung einers zweiten Sportwagenmodells denkbar. Möglich wäre eine Leistung von jährlich bis zu 500 Fahrzeugen.

Vom Elektroauto 2011 zurück zur IAA
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