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Elektroauto BYD: Daimlers neuer Partner aus China in Not

Elektroauto BYD: Warren Buffett setzte auf den chinesischen Batteriebauer Build Your Dreams, Daimler danach auch. Doch jetzt kommt der Batterie- und Automobilhersteller in Straucheln. Der Gewinn bei dem chinesischen Elektroautopionier ist um ganze 84 Prozent eingebrochen.

BYD, diese Abkürzung steht für Build your dreams und für einen der größten Hoffnungen in der globalen Automobilbranche. Die Ikone unter den Investoren weltweit, Warren Buffett ist bei dem weltgrößten Produzenten von wieder aufladbaren Akkus seit langem eingestiegen. Und der Autokonzern Daimler hat mit den Chinesen BYD, der auch groß im Automobilgeschäft aktiv ist, ein Jointventure initiiert. Doch momentan läuft es für BYD alles andere als gut - und das nicht erst seit gestern.

Nachdem BYD mit insgesamt 500.000 statt 800.000 Elektroautos bereits im vergangenen Jahr viel weniger Autos absetzte als ursprünglich angesteuert waren, hat sich die Lage auch im ersten Quartal dieses Jahres nicht wirklich entspannt. Von Januar bis März 2011 hat BYD 27,5 % weniger Autos verkauft und den Trend bestätigt. Und auch im Mai war keine Veränderung der Misere in Sicht. Dass zudem das Kerngeschäft mit Batterien und Handybauteilen unter Druck geriet, machte die Lage noch dramatisch. Die veröffentlichte Bilanz für das erste Quartal ist entsprechend beängstigend: BYDs Gewinn ist um ganze 84 % eingebrochen.

In einer Börsenmitteilung macht BYD den Autobereich für das schlechte Geschäft im Vorjahr für den Umsatzrückgang von 6,8 %verantwortlich. Für den Akkubauer ist die Gemengelage nicht leicht. Im Handygeschäft zählt ausgerechnet der schwer angeschlagene Riese aus Norwegen Nokia zu einem der wichtigsten Kunden. Die fehlenden neuen Produkte im Autobereich BYD sind ein großes Hindernis. Der Verkauf des bis dato meistverkauften BYD-Wagens F3 geht zurück. Das im Jahre 2005 im Markt eingeführte Modell tut sich gegen die derzeitige Konkurrenz von General Motors und Nissan derart schwer.


In den ersten fünf Monaten dieses Jahres hat sich der Absatz des Modells um 30 % verschmälert. Was das Unternehmen BYD jetzt braucht, ist eine überarbeitete Modell des F3.

Dass sich zudem die Rahmenbedingungen für den chinesischen Automarkt verschärft haben, kommt für BYD allerdings erschwerend hinzu. Die chinesische Regierung hat ihre staatliche Kaufsubventionen wie etwa steuerliche Vergünstigungen für Kleinwagen beendet. Die Nachfrage hat sich daraufhin erheblich abgekühlt.

Auf der Automesse in Genf gab sich BYD sehr kämpferisch. Von Schwierigkeiten wollte Exportchef nichts wissen. Vielmehr empfindet er es als Herausforderungen. Und zwar vor allem im Vertrieb. Bei den Produkten und deren Technik sieht BYD keine Schwierigkeiten. Den Verkaufsbeginn in Europa kündigte das Unternehmen für das letzte Quartal 2012 an. In den USA wolle BYD früher an den Start gehen.

Diese großen Expansionspläne haben die Anleger wenig beeindruckt. Die BYD-Papiere haben an der Hongkonger Börse um 70 % seit dem Allzeithoch im Oktober 2009 eingebüßt. Allein 2011 hat die Aktie 38,7 % nachgegeben. Die Begründung von Analyseexperten lautet: „BYD fehlt ein kontinuierlicher Einführung tauglicher neuer Produkte, mit denen das Unternehmen auf seine Erfolge hätte anknüpfen können. Sie versprechen zu wenig und liefern dagegen zu wenig.”

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