Elektroauto guenstig - zwei Münchner wollen es jetzt wissen
Elektroauto guenstig: Mit einem neuen Konstruktionskonzept wollen zwei Münchner: Claus Hornig und Stefan Kasserra ein Elektroauto guenstig für das Volk entwickeln.Wenn es zu lange dauert, legt man einfach selbst Hand an. Genauso wie die beiden Münchner Claus Hornig und Stefan Kasserra. Beide sind mit Elektromobilität als Unternehmensberater tätig. Intensiv beschäftigt sie das Thema seit 2008 beziehungsweise 2009. Elektromobilität sei an sich nicht wirklich kompliziert. Elektroautos passen nur nicht ins bestehende System. Sie forderen deshalb „radikale Innovationen“. Diese Innovationen erörtern man genau mit anderen Spezialisten im Rahmen des in München gegründeten e-Mondays. Ein Treffen, bei dem sich Spezialisten aus Wirtschaft (inbegriffen der Industrie), Forschung aber auch Politik am jeweils am letzten Montag des Monats zum Gedankenaustausch jeweils eines Schwerpunktthemas. Was ursprünglich als eine Art Stammtisch beabsichtigt war und zudem mit etwa 20 Teilnehmern gerechnet war, platzte der erste e-Monday gleich mit rund 150 Interessierten aus den Nähten. Es sind alles Fachleute mit Ideen, die ein Ziel vor Augen haben. Im Herbst erschienen bereits 250 E-Mobility-Experten, was die Gründer nach nur Auto entwickeln, das bezahlbar ist. Wenn E-Fahrzeuge „20.000 bis 40.000 Euro teurer sind als vergleichbare Autos mit Verbrennungsmotoren“, habe Elektromobilität keine Chance. Deshalb verfolgen Hornig und Kasserra den Ansatz: Man muss das Auto, die Mobilität völlig neu entdecken. Neue und für Elektromobilität geeignete Fahrzeugarchitekturen werden nötig, wo sich gerade Deuschland schwer tut. Das Konzept unterscheidet sich völlig von herkömmlichen Fahrzeugkonstruktionen: Dieses Konzept tauscht nicht einfach nur den Verbrennungsmotor gegen einen Elektroantrieb aus, sondern ist als rein batterie-elektrisches Automobil ausgelegt. Man muss das Fahrzeug um die Batterie herum bauen. Dieses so genannte Conversion Design, das die Umrüstung bestehender man sich z.B. wie ein Skateboard vorstellen. Dort ist der elektrische Antrieb verbaut. Oben wird die Kabine aufgesetzt. Das Resulat soll es ermöglichen, das Platzangebot eines Autos der Mittelklasse auf der Länge eines Kleinwagens unterzubringen – quasi familientauglich auf nahezu 3,50 Meter. Aufladbar sein soll das Elektroauto an jeder herkömmlichen 230-Volt-Steckdose.
Damit, dass Elektro-Mobile in den nächsten 10 Jahren eine absolut optische Wandlung machen, rechnet die beiden Unternehmensberater nicht. Sie werden mit Sicherheit keine drei Räder haben oder aussehen wie Außerirdische. Zuerst geht es ohnehin darum, bezahlbare Automobile mit E-Antrieb auf den Markt zu bringen. Weil die Hersteller von der Idee bis zur Serienreife etwa vier Jahren brauchen, rechnet man nicht vor 2015 damit. Für kleine Unternehmen bzw. Start-ups sieht er zunehmend gute Möglichkeiten, innovative Projekte im E-Mobility-Bereich anzubieten. Die Bereitschaft zur Finanzierung bei strategischen Investoren steigt, aber auch klassische Finanzierer interessieren sich immer mehr.
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