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Elektroauto Hamburg: Ab 2011 Elektroautos in Hamburg Carsharing

Elektroauto Hamburg - Das Unternehmen Cambio-Carsharing bietet demnächst Elektroautos an, die mit Ökostrom von Greenpeace Energy fahren werden. Beide Partner sehen das als Beginn eines zukunftorientierten Systemwechsels.

So ein Null-Emission-Elektroauto fährt sich überaus angenehm. Dieser Mitsubishi i-Miev fühlt sich nicht anders an als ein konventioneller Golf. Aber er beschleunigt stufen-, geräusch- und vibrationslos - und das ungewohnt spritzig. Zwei der Elektro-Viersitzer will das Carsharing-Unternehmen Cambio noch in diesem Jahr an beide seiner Hamburger Stationen zur Verfügung stellen. Der Autovermieter Cambio und der Ökostrom-Anbieter Greenpeace Energy wollen damit die Abkehr des auf Erdölbasis Individualverkehr in Hamburg einleiten. Das System der Zukunft soll seine Energie aus erneuerbaren Energien schöpfen und dazu Autos in Privatbesitz zur Randerscheinung machen.

Der Autoverkehr belastet unsere Umwelt schwer. Dazu nimmt er Flächen für immer neue Straßen und Parkplätze in Anspruch. Der nicht nur Lärm und Feinstaub erzeugt trägt er erheblich zum Treibhauseffekt bei: 19 % des klimaschädlichen Kohlendioxids werden nach Angaben des Umweltbundesamtes vom Verkehr in die Atmosphäre geblasen, elf Prozent davon durch PKWs. Dabei ist der Schaden an unserem Klima, den die Herstellung von Autos und Lastwagen verursacht, noch nicht mitgerechnet.


Aus Sicht des Autovermieters Cambio und Greenpeace Energy ist es deshalb höchste Zeit für einen absoluten Systemwechsel. „Langfristig kommen wir alle um einen Aus- und Umstieg auf Öko-Mobilität nicht mehr herum. Die Kooperation aus Ökostrom und Carsharing erscheint nahe liegend. Nur wenn der Autostrom von neuen Ökokraftwerken kommt, wie z.B. von Greenpeace Energy garantiert, ist unserem Klima geholfen.

Mit Strom mobil sein

Die Elektroautos bei Cambio kosten 3,30 €/h und 0,20 € pro Kilometer - neben einer Monatsgebühr von drei oder zehn €.

Die Technik: Die Autos fahren mit Akkus, die an einer normalen Haushaltssteckdose aufgeladen werden können. Um sie gut auszulasten, ist eine ausgeklügeltes Software notwendig. Dafür entfällt der Aufwand für ein Wechselbatterie-System.

Cambio hat 800 Fahrzeuge für 28.000 Kunden, Tendenz enorm steigend.

Greenpeace Energy versorgt 95.000 Firmen und Haushalte aus neuen Öko-Kraftwerken.

Darüber hinaus schwebt beiden Partnern ein anderes Mobilitätsverhalten vor. E-Mobilität sei „mehr als nur motorisierter Individualverkehr mit E. Wir alle müssen in Frage stellen, ob der Privatbesitz eines oder mehrerer Autos zukunftsorientiert ist.“ Beide Unternehmen plädieren für eine flexible Mobilität, die je nach Situation auf ein anderes Fortbewegungsmittel zurückgreifen kann: vom Zufußgehen über Busse und Bahnen bis hin zu Taxis und Autos.

Für den, der nur ab und zu Auto fährt, drängt sich das Carsharing an: Man zahlt eine Grundgebühr und kann dafür unaufwendig und günstig ein Auto mieten. Elektroautos könnten zusätzlich das Angebot abrunden - zwei Drittel aller Fahrten in Deutschland sind kürzer als zehn Kilometer. Für solche Strecken sind Elektroautos, wie im Falle des i-Miev maximal 150 Kilometer weit kommt, geeignet oder auch ausreichend. Wer weiter fahren will, kann konventionelle Autos buchen.

Vom Komfort her braucht sich das E-Auto von Mitsubishi nicht verstecken. Er hat ausreichend Transportraum und eine Automatik-Schaltung. Ein Getriebe braucht er wegen seines Elektroantriebs nicht. Geht man von der Bremse, rollt das Elektroauto an. Ein leichter Druck auf das Gaspedal, und er flitzt los. Außer dem Rollgeräusch entsteht kein Lärm, schult der Autovermieter Cambio seine Kunden: Sie müssen für Fußgänger und Radler mitdenken, die nicht mit einem geräuschlosen Auto rechnen.

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