Elektroauto Motor: Vielfalt im Motorraum und die großen Unbekannten
Elektroauto Motor: Beim Problem Elektroauto geht es meistens um die Batterie. Der Stromspeicher gilt als der ausschlaggebende Faktor für das Auto der Zukunft. Auf diesem Gebiet herrscht starkes Treiben. Unternehmen entwickeln immer kleinere und stärkere E-Motoren.
Die Vielfalt der E-Motoren wird zunehmend verwirrend - dabei gibt es heute erst eine Handvoll Autos, die elektrisch angetrieben werden. Im Heck des Smart ED steckt etwa ein Permanentmagnetmotor des britischen Unternehmens Zytek. In den elektrisch betriebene Mercedes A-Klasse wird von einem E-Motor der Firma Conti ausgerüstet, das Hybridmodell Mercedes ML 450 Hybrid dagegen verfügt über eine Elektroaggregat des US-Unternehmens Remy International, das in Ungarn gefertigt wird. Die Mercedes S-Klasse Hybrid wird von einem Elektromotor des Zulieferers ZF Sachs unterstützt. Allein diese vier Beispiele aus dem Daimler Benz-Konzern zeigen, wie viele Motoren zur Wahl stehen könnten. Woanders sieht es ähnlich aus. Die Toyota-Tochter Lexus bezieht die E-Motoren ihrer Hybridmodelle von der japanischen Firma Aisin, während der Elektromotor des Toyota Prius eine eigene Entwicklung ist. Der US-Konzern GM plant auf längere Sicht ebenfalls einen Systemwechsel weg von Verbrennern, hin zu E-Aggregaten. Deren großes Ziel ist es, General Motors zur Führerschaft in der Technologie für Autoelektromotoren zu machen. In der Zukunft werden Elektromotoren für dessen Unternehmen so wichtig sein, wie es heute noch die Verbrennungsmotoren sind. In der derzeitigen Debatte über Elektroautos kommen deren Motoren kaum vor. Da wird leidenschaftlich über Batterietechnologien dikutiert, doch wie der Strom aus den Akkus letztlich in Antrieb umgewandelt wird, scheint kaum zu interessieren.
Elektroauto Motor: Und mit wie viel Volt zieht dein Wagen so? Der Stuttgarter Konzern Bosch bietet bereits den Elektroauto Motor an, die speziell für den Einsatz im Auto entwickelt sind. Grundsätzlich ist die Technik nicht neu. Elektromotoren für die Indusrie sind doch sehr ähnlich aufgebaut. Um diese Motoren für den E-Antrieb im Auto zu vervollkommnen, war erheblicher Entwicklungsaufwand in Punkto Lebensdauer, Baugröße, Temperaturunempfindlichkeit, Sicherheit und Wirkungsgrad notwendig. Und bei dem Preis. Während die Autofans, wenn es um ihres Auto geht, immer über Hubraum, Direkteinspritzung oder Turboaufladung reden, werden bei Elektromotoren andere Kenngrößen interessant. Neben der Leistung, die beim E-Motor ebenfalls in Kilowatt (kW) oder PS angegeben wird und dem Drehmoment in der Einheit Newtonmeter (Nm), kommen bei einer E-Antrieb noch die Stromstärke (Ampere) und das Spannungsniveau (Volt) als Einflussgrößen für die Leistung des Systems dazu. Entscheidend für die Performance eines Elektromotors im Auto ist auch die Leistungselektronik. Große Verbesserungen werden noch bei der Leistungselektronik erwartet Gerade bei der so genannten Leistungselektronik erwarten Spezialisten in nächster Zukunft entscheidendes Vorankommen. Sie koordiniert die Arbeit zwischen Motor und Akku. Allein das Volumen dieses Bauteils, das einen Hochleistungsschalter, Mikrocomputer und Kondensatoren enthält, will man in den nächsten zwei Jahren von derzeit zehn auf dann fünf Liter halbieren. Damit sollten dann auch das Gewicht sinken - und wahrscheinlich auch die Kosten, was ziemlich wichtig für das Elektroauto insgesamt wäre, denn die Leistungselektronik macht im Verbund mit dem Elektromotor etwa zwei Drittel der Kosten einer solchen Antriebseinheit aus. Eine Großserienfertigung vorausgesetzt, hält Bosch den elektrischen Antrieb für genauso teuer wie einen heutige Antriebseinheit mit Verbrennungsmotor. Der größte Kostenfaktor bei einem Elektroauto ist der Akku. Doch während bei Gewicht und Laufleistung zwischen beiden Antrieben kein Unterschied besteht, punktet der Elektroantrieb im Unterhalt und Wartung. Der Elektromotor ist viel einfacher aufgebaut und dazu kommt, dass die Elektronik komplett wartungsfrei ist. Grundsätzlich kommen zwei Elektromotor-Typen für das Auto in Frage Durchsetzen werden sich nach derzeitigem Stand der Technik zwei Elektromotor-Typen. In kleineren Fahrzeugen werden so genannte permanent erregte Synchronmaschinen (PSM), deren Rotor einen Permanentmagneten enthält und die vergleichsweise leistungsstark sowie leicht und kompakt sind, verwendet. Die anderer Antriebsart sind elektrisch erregte Maschinen (ESM), deren Rotor Kupferwicklungen enthalten. Dort ist der Wirkungsgrad höher, jedoch sind sie größer und schwerer. Sie eignen sich eher für wuchtige Limousinen oder SUVs. Was die eingangs beschriebene Vielfalt anbelangt, würden große Zulieferer wie Bosch gerne für mehr Einheitlichkeit sorgen. Bosch ist natürlich daran interessiert, dass die Elektromotoren in künftigen Autos so oft wie möglich von Bosch kommen. Die Stuttgarter könnten als unabhängiger Lieferant von Elektromotoren deutlich höhere Produkionszahlen und zudem Know-how bündeln und Synergien schaffen. Falls größere Produkionszahlen auch geringere Kosten bedeuten, würde das der Verbreitung von Elektrofahrzeugen durchaus zugute kommen.
Und diese Artikel zum Thema Elektroauto Motor könnten Sie zudem interessieren:
Geschichte Elektroauto
wird von Siegern geschrieben
Schnellstes Elektroauto
- Elektroauto legt Geschwindigkeits-Rekord hin
Saft-Batteries
können dem Elektroauto Beine machen
Better Place
: das E-Tankstellenprojekt
MINI E
Berlin powered by Vattenfall
Elektroauto Mini
: Die Version E vom Mini kommt auf dem Markt
Der
Test Mini Cooper
: BMW und E.ON starten Pilotprojekt Elektromobilität in München
Electric mobility
: Daimler und RWE starten Großversuch mit Elektroautos mit dem Motto: e-mobility in Berlin
In NRW bietet die
RWE
Elektroautos inklusive Ladestation und Strom an
Ecar
etabliert sich langsam aber sicher in USA
Der
Elektroauto Umbau
: Ihr Auto kann ein Elektroauto werden
Elektroauto Selbstbau
oder aber: Elektroautos Marke Eigenbau
Vom
Elektroauto Bausatz
zur Leichtigkeit und zu 90 km/h
Ein Erfahrungsbericht vom
Peugeot Elektroauto
Vom Elektroauto Motor zurück zum Elektromotor
Vom Elektroauto Motor zurück zum Elektroauto
|