Elektroauto Opel Ampera: So fährt sich der Stromer aus Rüsselsheim
Elektroauto Opel - 2011 soll der sparsame und flüsterleise Opel Ampera starten. Beim ersten Opel mit Elektroantrieb dient ein Vierzylinder-Benziner nur noch als Generator. Wie sich das anfühlt? Ein Erfahrungsbericht. Der Hoffnungsträger von Opel soll das Beste aus zwei Welten vereinen: rein elektrisch fahren und dazu eine Reichweite von rund 500 Kilometern erzielen. Es gibt wohl keinen besseren Anlaß, das Jubiläum von 110 Jahren Opel-Innovationen zu feiern, als diesen neuartigen Ampera vorzustellen. Bislang müssen Elektrofahrzeuge meist alle 50 - 100 Kilometer für Stunden an die Steckdose. Beim Opel Ampera surrt ein 150 PS starker Elektromotor, der seine Energie aus einer Lithium-Ionen-Batterie bezieht. Weil das volle Drehmoment von 370 Nm (zum Vergleich: ein Golf GTI hat 280 Nm) bei einem E-Antrieb direkt verfügbar ist, beschleunigt der Opel Ampera sehr wach und zügig in weniger als zehn Sekunden auf Tempo 100. Mehr als Summen und Abrollgeräusche der Elektronik-Lüfter sind nicht zu hören. Etwa 60 Kilometer reicht die elektrische Energie, dann kann man die Batterien an jeder Steckdose in drei Stunden aufladen. Müsste man aber nicht. Im Unterschied zu konventionellen Verbrennungsmotoren kostet ein mit Strom gefahrener Kilometer nur 20% der Kosten – auf der Grundlage eines Spritpreis von 1,16 €/l. Dazu fährt der Ampera im Elektrobetrieb ohne einen einzigen CO2-Ausstoß. Keine graue Öko-Maus Die Technologie ist nicht mehr neu, der Antriebsstrang wurde vom Chevy Volt, der baugleich ist, übernommen. Der Chevy Volt kommt schon 2010 auf den Markt. Den Elektromotor speist eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 16 kWh. Da die Akkuzellen sich in einem T über den ganzen Boden verteilen. Da bleibt sogar Platz für ein akzeptables Platz im Kofferaum. Etwa 300 Liter fasst der Ampera – das entspricht dem Golf. Auch das Design ist ansehnlich, der Ampera ist wirklich keine graue Öko-Maus. Die sportliche Optik entstammt im Wesentlichen vom Volt, in Teilen auch von den Opel-Studien Flextreme und GTC. Im Cockpit erwartet den Fahrer stylisches Hightech-Flair, zwei Info-Bildschirme und Touchscreen-Bedienelemente beamen die Passagiere schon jetzt in die Rüsselsheimer Zukunft. Mit dem Ampera hat Opel die Grenzen des Üblichen weiter ausgelotet. Davon wird in künftigen GM-Modellen noch einiges zu sehen sein. Wir können gespannt sein.
Technische Daten des Opel Ampera: Fahrzeugtyp 5-Türer, Limousine mit Fließheck Länge/Breite/Höhe 4404/1798/1430 mm Radstand: 2685 mm Spitzengeschwindigkeit: 161 km/h Leistung: 111 kW/150 PS Drehmoment: 370 Nm Sitze: 4 Antrieb Elektromotor mit verlängerter Reichweite Batterietyp: Lithium-Ionen Energiegehalt: 16 kWh max. Reichweite 60 km elektrisch/Gesamt 500 km
Denn bei weiteren Fahrten kommt jetzt der Vierzylinder-Benziner ins Spiel, der sich automatisch zuschaltet. Er treibt nicht die Räder an, sondern einen Generator, der Strom für zusätzliche 440 Kilometer erzeugt. Anfang 2010 soll der erste echte Prototyp des Opel Ampera fertig sein. Vielleicht bewegt sich bis dahin auch der vorläufige Schätzpreis von 37.000 € etwas nach unten.
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