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Der Kampf um mehr Elektroauto Reichweite

Elektroauto Reichweite: Mehr als kurze Fahrten im Stadtverkehr sind mit dem batteriebetriebenen Elektroauto mittelfristig nicht machbar.

Zwischen 100 und 150 Kilometer Elektroauto Reichweite erzielen die Fahrzeuge heutzutage unter besten Bedingungen pro Batterieladung. Allerdings ist bei extremen Temperaturen nach oben oder unten, voller Beladung oder hohem Tempo schon deutlich früher zu Ende. Vor allem für die Bewältigung größere Distanzen sind die e-mobile keine Alternative.

Das Potenzial in der Entwicklung von Batterietechnik ist limitiert. Die Akkus werden zwar billiger und dazu kleiner – ihre Speicherkapazität hat jedoch physikalisch Grenzen. Aus Expertensicht kann sich die Größe der Batterie bei gleicher Leistung in den nächsten Jahren vielleicht noch halbieren, dann ist aber Schluss. Die Strecke von Hamburg nach München lässt sich auch künftig mit Elektroautos ohne Tankstopp nicht bewerkstelligen. Das Problem besteht darin: Selbst bei einer Schnellladung dürfte die Wartezeit an der Steckdose sich um Stunden belaufen.

Eine schnelle Lösung könnte die Elektroauto Reichweite verlängern der so genannte „Range Extender“ sein. Dabei handelt es sich um einen kleinen Verbrennungsmotor, der im Elektrofahrzeug als Stromgenerator fungiert. Neigt sich der aufgeladene Stromvorrat der Batterie dem Ende zu, springt er an und versorgt den E-Motor. Eine direkte Verbindung zu Rädern gibt es dabei nicht. Die Technik sollte in Deutschland 2011 im Opel Ampera auf den Markt kommen. Die 110 kW/150 PS starke kompakte Limousine soll im reinen Elektrobetrieb ca. 60 Kilometer weit kommen. Ist die Batterie leer, sorgt ein 1,4-Liter-Benzin-Motor als Generator für Energie-Nachschub, so dass mit ihm insgesamt 500 Kilometer Fahrt möglich ist. Auch dann wäre keine lange Aufladezeit nötig. Große Vorteile des Konzepts ist die hohe Gesamtreichweite und dazu das beruhigende Gefühl, nicht mit leerer Batterie liegen bleiben zu müssen. Nachteil ist natürlich die weitere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und ein vermutlich recht hoher Verbrauch Generatorbetrieb. Der Einsatz des Verbrennungsmotors soll die Ausnahme bleiben: Der Opel Ampera ist eigentlich für kurze Strecken geeignet. Längere Fahrte wie in den Urlaub sind natürlich möglich, werden aber aus Sicht der Opel AG wohl die Ausnahme bleiben. Offizielle Daten zum Verbrauch nennt man noch nicht. Genauso verhält es sich blemit dem Preis. Der Verkaufspreis dürfte über dem eines vergleichbaren Autos mit Verbrennungsmotor liegen.


Das rein elektrische Fahren ist nicht nur in Elektroautos, sondern auch in besonderen Hybrid-Pkw möglich. Der Hybrid Toyota Prius kommt bei langsamer Fahrt rund 2 km weit ohne Einsatz des Verbrennungsmotors. Die nächste Generation des Prius soll sogar 20 km rein elektrisch fahren können. Das ist durch eine neue Version von Lithium-Ionen-Batterie möglich, die anders als bei dem Vorgänger über die Steckdose aufgeladen werden kann und dazu auch eine deutlich höhere Ladekapazität bieten. Ist der Akku leer, fährt das Auto mit dem Hybrid dem Elektro- und Verbrennungsmotorkombination weiter. Jetzt ist eine rein elektrische Fahrt nur noch über sehr kurze Distanz möglich. Trozdem soll der Kraftstoffverbrauch auf dem bekannt niedrigen Niveau von knapp 4 Litern liegen. Die Technologie ist noch einem groß angelegten Praxistest unterzogen. Auf den Markt kommen soll dieses Modell bis 2012. Auch in diesem Fall ist Preis noch geheim und wird über dem Stand des Vorgängers liegen, der weiterhin im Programm bleibt.

Diese beiden Möglichkeiten mit dem E-Motor mit einem klassischen Verbrennungsmotorkombination können das Liegenbleiben bei leerer Batterie verhindern. Es sind keine weiten Fahrten im reinen elektrischen Modus, quasi ohne Emmissionen möglich.

Das amerikanische Unternehmen Better Place geht einen ganz anderen Weg: Statt die Batterie an der Steckdose zu laden, soll sie einfach und schnell getauscht werden. Da das überhaupt möglich ist, muss ein Netz von Batterie-Wechselstationen aufgebaut werden, die die leeren Akkus vollautomatisch und in wenigen Minuten gegen volle tauschen können. Ein weiteres Problem: Der Wechsel funktioniert nur bei dafür kompatiblen Autos und Batterien. Mit Renault und Nissan haben sich zwei Hersteller gefunden, die entsprechende Pkw bauen wollen, ein enges Stationsnetz ist so trotzdem nicht zu finanzieren.

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