Elektroauto Rekord: Tests räumen Zweifel an Weltrekord aus
Elektroauto Rekord: Im Herbst 2010 gelang eine Weltrekordfahrt mit einem Elektroauto von immerhin 600 Kilometern. Nach einem Brand kamen schnell Zweifel auf. Nach neuen Untersuchungen sehen sich die Techniker rehabilitiert.Der Autoakku-Experte DBM Energy, der im Herbst 2011 mit einem Elektroauto eine kritisch beäugte Weltrekordfahrt mit einer Akkuladung vollzog, hat jetzt allen Zweiflern die Flügel gestutzt. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung hat in einem umfangreichen Test die Leistungsfähigkeit und Sicherheit der so genannten Kolibri-Akkus bestätigt. Das Institut bestätigte dies auf Nachfrage. Das Unternehmen DBM Energy war im Oktober 2010 mit einem auf Elektroantrieb umgerüsteten Audi A2, der die Kolibri-Akkus verbaut hatte, von München nach Berlin mit ca. 600 km gefahren, ohne die Batterie auf zu laden. Heutzutage erreichen Elektroautos mit Lithium-Ionen-Batterien Reichweiten von 80 bis 150 Kilometer. Nicht mehr. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), dessen Ministerium DBM Energy mit 275.000 Euro unterstütze, feierte diese Rekordfahrt danach als den Durchbruch bei der Elektromobilität. Mirko Hannemann, der 28-jährige DBM-Chef, gab viele Interviews. Sein Unternehmen sowie dessen Partner lekker Energie kündigten an, rasch an der Serienreife der Batterie zu arbeiten. Doch dann kamen den Experten Zweifel auf, ob bei der Fahrt wohl alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Sie kritisierten zudem die Technologie der Lithium-Polymer-Batterie sei unsicher. Denn im Dezember brannte das Weltrekordauto in einer Lagerhalle in Berlin ab.
Waren die Batterien nicht wirklich sicher? Das Wirtschaftsministerium verlangte eine ausführliche Prüfung, auch wenn es sich laut dem Unternehmen DBM Energy um Brandstiftung handeln sollte. Die Erfolgs-Akkus waren zum Zeitpunkt des Feuers auch nicht im Fahrzeug gewesen. Umgehend untersuchte die BAM diese Kolibri-Akkus und testete, wie sie bei extremen Klima- oder auch Luftdruckschwankungen, Überladung der Batterie, Kurzschlüssen oder elektrischen Falschpolung sowie bei starken mechanischen Einflüssen wie Stoßen oder auch beim Aufprall reagierten. Die Zellen bestanden alle Tests. Um die Unglaubwürdigkeiten an der Reichweite von mehr als 600 Kilometern auszuräumen, testete das Prüfinstitut Dekra im März 2011 zudem die Akkus auf ihre Ausdauer und Leistungsfähigkeit. Die Ladefahigkeit der getesteten Batterie war etwas niedriger als die der laut DBM Energy beim Weltrekord eingesetzten Akkus. Mit der geringeren Ladeleistung schaffte das eAuto eine Reichweite von ca. 455 Kilometern. Die DBM will die Tauglichkeit im Alltag testen und ist dabei offen für Kooperationen, wenn sie auf Augenhöhe und fair verlaufen. Zunächst wird das Unternehmen die Batterie und das Versuchsfahrzeug auf der Hannover Messe 2011 präsentieren. DBM Energy wurde 2009 gegründet. Nach Ausagen der DBM Energy werden die entwickelten Batterien erfolgreich bei Industriefahrzeugen wie Gabelstaplern eingesetzt. Die deutsche Bundesregierung erstrebt bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen. Ein Hindernis beim Kauf ist für alle die Reichweite , die nicht für lange Fahrten taugt. Außerdem dauert das Laden an einer normalen Haushaltssteckdose mehrere Stunden. Aber auch der Preis is ein starkes Handicap.
Vom Elektroauto Rekord zurück zu Batterie Hersteller
Vom Elektroauto Rekord zurück zum Elektroauto
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