Elektroauto Tango: Man kommt ins Schwärmen über diese 1400 Nm Drehmoment
Das Elektroauto Tango braucht weniger Platz als ein Mini –ist aber schneller als der Ford Mustang. Obwohl der e-Flitzer aussieht wie ein Designunfall, war dieses Auto der heimliche Star der Detroit Auto Show. Im Untergeschoss der Auto Show Detroits, wo in den letzten Jahren riesige Pick-ups gezeigt wurden, surrt jetzt die automobile Zukunft über die so genannte Electric Avenue. Auf einer Teststrecke zwischen Zimmerbrunnen und Topfpflanzen stehen hier die überhaupt saubersten Autos dieser Messe zur Probefahrt bereit und zuckeln im Dauerstau vorüber. Der Star auf der Messe-Strecke ist das Elektroauto Tango des Herstellers Commuter Cars aus Washington. Der Wagen ist von der Größe eines halbierten Smart mit dazu zwei hintereinender angeordneten Sitzen sieht er ungeheuer schräg aus. Er lockt mit besonders auffälligen Fahrleistungen. Die beiden Elektromotoren an der Hinterachse kommen schon mal auf 800 und kurzfristig sogar mehr als 2000 PS. Man kommt ins Schwärmen über diese 1400 Nm Drehmoment. Wenn es sein muss, schnellt das Elektroauto Tango in weniger als vier Sekunden auf Tempo 100 und schafft locker mehr als 200 km/h. Elektroauto Tango: Irrsinn in Scheiben In der Messehalle lässt sich das Auto nicht wirklich probefahren, wie sich so etwas in einem so winzigen Auto anfühlt. Doch wenn man am abseits der Autos auf der Electric Avenue und dann einmal kräftig Gas gibt, lässt sich doch einiges erahnen.
„Der Tango ist mit Abstand das schnellste Auto auf dieser Messe“. Auf dem traditionellen Viertelmeile-Rennen, dem Dragstrip, hätte selbst der Bugatti Veyron keine Chance gegen den Tango. Das höhere Spitzentempo mit etwa 220 km/h Höchstgeschwindigkeit brächte klassische Sportwagen auch nicht wirklich früher ans Ziel. Die würden von Staus ausgebremst, während der Tango einfach durch die Lücken flitzt. Zwei Autos nebeneinander auf einer Fahrspur: Neue Flächenausnutzung Das Schmalspurformat ist das wichtigste Argument des Tango neben dem Elektroantrieb. Mit dem Tango ließe sich die Kapazität der Straßen direkt verdoppeln, ohne dass es nur einen Meter neuen Asphalts bräuchte. Obwohl der Stromer auf die US-Nation aller Pick-up-Fahrer und -Fans wirken muss wie ein Einkaufswagen mit Sparmotor, hält ihn sein Erfinder für weitgehend tauglich für den Alltag. Mit dseiner Lithium-Ionen-Akkus schafft der Tango immerhin bis zu 250 Kilometer in einem Zug. Und für längere Fahrten haben die Entwickler einen Anhänger mit Generator im petto. Nicht nur weil er leise und schnell ist, muss man sich an den Tango gewöhnen. Auch die Sitzposition ist eigenwillig und Menschen wie Michael Schuhmacher wohl vertraut. Wo sonst fährt man in konsturierten Rennsitzen festgeschnallt wie in einem Monoposto? Dennoch bietet das Elektroauto Tango überraschend viel Platz. Der Tango ist etwas schmaler als das Honda Goldwing, bietet aber um einiges mehr Kopf- und Schulterfreiheit als ein Auto der Mittelklasse. Die aufrechte und schlanke Form lässt einen Tango-Neuling mit allerhand Respekt in Kurven fahren. Die Angst vor dem Umkippen ist völlig unbegründet. Denn der beinahe 1 t schwere Antriebsstrang im Wagenboden stabilisiert das Auto und hält es aufrecht wie ein Kiel eine Segelyacht. Deshalb hat das Auto auch eine Straßenlage wie ein Sportwagen und ist schwerer aus der Bahn zu werfen als ein Porsche 911. Auch George Clooney fährt schon einen Tango Natürlich ist es nicht schwer zu begreifen, dass mit dem Tango vorerst kein ernormes Geschäft zu machen ist. Eine Produktionszeit von einem Monat ist hinzunehmen. Aber ein Preis von etwa 150.000 Dollar macht den Wagen zu einem ganz exklusiven Genuss. Zu den Kunden, die mit dem ersten Dutzend Autos bereits unterwegs sind, gehören vor allem Vordenker aus dem Silicon Valley und Hollywood-Stars wie George Clooney. Und das hat der Tesla Roadster mit dem Tango gemeinsam. Auch die Warteliste ist wohl ähnlich lang. Mindestens bis zum Sommer ist die Produktion ausverkauft. Mit einem Investor, der 50 Millionen Dollar bereitstellt, lässt sich die Produktion auf 5000 Autos in zwei Jahren steigern und der Preis auf 44.000 Dollar reduzieren. Und bei einem Investment von 150 Millionen Dollar kämen sie auf 15.000 Autos pro Jahr, die dann nur noch 29.000 Dollar kosten würden. Dass so ein Geschäftsmodell funktioniert, hat Tesla Motors bereits vorgemacht. Das Start-up-Unternehmen zählt kann sogar Daimler zu seinen Teilhabern zählen. Wenn man genau hinschaut, ist der Tango nicht so teuer, wie man zuerst denkt. Immerhin gibt es für die 150.000 Dollar das schnellste Auto dieser Automesse. So betrachtet ist der Tango fast ein Schnäppchen.
Vom Elektroauto Tango zurück zum Tesla Roadster
Vom Elektroauto Tango zurück zum Elektroauto
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