Elektroauto Tesla: Das Vorzeige-Elektroauto schlechthin
Das Elektroauto Tesla ist wohl das spannendste Abenteuer ein Elektroauto zu fahren – aber eine ziemlich teure dazu.
Erinnert der Tesla Roadster an den Lotus Elise? Da haben Sie völlig recht. Grundlage dieses zweisitzigen Roadsters aus den USA ist der Lotus. Aber damit wären die Gemeinsamkeiten auch schon wieder abgehakt. Denn im Tesla Roadster knurrt kein Vierzylinder-Benziner, sondern es surrt ein Elektroantrieb.
Der beschert dem 1,2 Tonnen schweren Sportwagen (davon wiegen allein die Batterien 500 Kilogramm) sensationellen Fahrspaß. Von null auf 100 km/h in 3,9 Sekunden. Durch das monströse Drehmoment von 380 Newtonmetern, das ab der Drehzahl null anliegt und linear bis 5000 anhält, wird der Tesla Roadster zum absoluten Beschleunigungswunder. Es ist nicht ratsam, am Kurvenausgang voll aufs Gas zu treten. Dann wäre was hinten ist schnell vorne.
Zur Straßenlage: Der offene Zweisitzer fährt sich wie ein Go-Kart und auf eine Servolenkung wird völlig verzichtet. Das Rangieren im Stand ist dementsprechend zäh. Bei der weitgehend geräuschlosen Fahrt geht es durchaus leichter von der Hand.
Zwei Gänge reichen.
Das Cockpit ist auch spartanisch: An Gängen gibt es lediglich – vorwärts und rückwärts, wie das sich für ein Elektroauto gehört - Ausgewählt per Tastendruck. Das Gewöhnen an das elektrische Fahren geht schnell. Gas geben und das Auto fährt. Einfach Kinderleicht.
6831 Laptop-Akkus
Das Einsteigen hat etwas von Reinzwängen. Gewöhnungsbedürftig ist zudem die Fahrwerksabstimmung: Der Roadster ist extrem hart gefedert, das merkt man gleich beim ersten Schlagloch: die Leichtbaukarosserie aus Carbonfasern vibriert deutlich spürbar.
Kraft schöpft der Tesla Roadster nicht aus einem Benzintank, sondern aus immerhin 6831 Laptop-Akkus, die in einer Kiste hinter den Sitzen stabil verbaut sind. Sie gestatten es, dass Autofahren auch im Klimawandel viel Spaß machen kann. Denn der Tesla Roadster ist schön, schnell – und besonders umweltfreundlich.
Die Spitzengeschwindigkeit wird im Katalog mit 200 km/h aufgeführt, die Reichweite bei voller Aufladung liegt bei 393 Kilometern. Viel weiter wird man wohl auch nicht mit einem vollgetankten Porsche oder Lamborghini kommen.
Nur sind herkömmliche Sportwagen wieder schneller zu betanken. Der Tesla braucht für eine volle Ladung gleich dreieinhalb Stunden. Zur Reichweite noch ein Wort: In Australien kam ein Testfahrer mit einer vollen Batterie im Tesla 500 Kilometer weit.
Einstieg bei 100.800 €.
Neben der langen Betankung ist der Preis ein zweites großes Manko. Die Grundversion steht mit 84.000 Euro in der deutschen Preisliste –ohne Mehrwertsteuer. Das heißt, wir reden hierzulande von einem Einstiegspreis von knapp über 100.000 €.
Dazu kommt noch eine endlose Preisliste für Extras: Die lederverkleideten Premium-Autositze, die wie angegossen passen, stehen mit 7.500 € auf dieser Liste. Das Hardtop in Wagenfarbe kostet mit 3.000 € - ebenso viel wie eine Schnellladevorrichtung. Größter Brocken in der Liste - nämlich 11.000 € -ist die Ersatzbatterie.
Vom Elektroauto Tesla zum Tesla Roadster
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