Elektroauto VW : VW und Varta arbeiten für das Projekt Elektroauto VW zusammen
Der Up wird als erstes Elektroauto VW zu kaufen sein. Bei der Lithium-Ionen-Batterie arbeitet das Unternehmen jetzt auch mit Varta Microbattery zusammen.
Der Trend zu umweltfreundlicheren Fahrzeugen bringt immer mehr Kooperationen hervor. Jetzt rückt der Wolfsburger VW-Konzern mit dem Batteriehersteller Varta enger zusammen. Die Volkswagen AG will die Erforschung leistungsfähiger Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge vorantreiben. Dazu will der Wolfsburger Automobilhersteller ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Batteriehersteller Varta Microbattery gründen.
Ziel des Unternehmens ist es, die Leistung von Lithium-Ionen-Akkus zu erhöhen. Bislang sind solche Energiespeicher zu teuer, zu schwer und halten nicht lange genug um damit längere Strecken zurücklegen zu können. Zu Beginn soll erforscht werden, wie die Erkenntnisse von Varta Microbattery bei Kleinstbatterien für Kameras, Uhren und Hörgeräte auf größere Autobatterien übertragen werden können.
Volkswagen teilte mit, das Vorhaben sei zunächst auf 4 Jahre veranlagt, um die Entwicklung von preislich konkurrenzfähigen Batteriezellen der nächsten Generation voranzubringen. Parallel hierzu arbeiten die beiden Unternehmen mit weiteren Partnern an der Realisierung von Projekten mit wesentlich kurzfristigeren Zeithorizont.
VW will bis 2013 das erste Elektrofahrzeug verkaufen. Diese „New Small Family“ soll noch auf einer Kleinwagenserie basieren, deren erstes Mitglied, das Elektro-Modell Up, auf der Automesse IAA in Frankfurt gezeigt wurde. Bei der Batterie-Technik arbeitet die VW AG schon mit den japanischen Konzernen Toshiba und Sanyo sowie BYD (Build Your Dreams) aus China zusammen. Mit der Kooperation mit Varta Microbattery will Volkswagen diese Schlüsseltechnik in Deutschland bereitstellen.
Varta Microbattery im baden-württembergischen Ellwangen ist eine Tochtergesellschaft der Schweizer Montana-Gruppe, die wiederum mit dem österreichischen Finanzinvestor Global Equity Partners verbunden ist. Der einstige Traditionskonzern Varta aus Hannover war vor wenigen Jahren aufgesplittet worden. Das Business mit gewöhnlichen Autobatterien ging damals an den US-Autozulieferer Johnson Controls.
Bei der Entwicklung der Batterietechnik haben auch andere Autobauer Allianzen gebildet. Die Elektromobiltäts-Entwicklung gehört derzeit zu den großen Zukunftstechnologien in der Automobilindustrie. Als Schlüssel für den Erfolg dieser Technik gilt die Entwicklung leistungsstarker und zugleich bezahlbarer Lithium-Ionen-Batterien.
Bei sparsamen Hybridfahrzeugen haben die japanischen Autobauer Toyota und Honda die Nase vorne. Deshalb hatten die großen Konzerne aus Deutschland jüngst auf der IAA angekündigt, künftig bei der Entwicklung von alternativen Antrieben stärker zu kooperieren.
Bis batteriebetriebene Autos in nennenswerten Zahlen zu kaufen sein werden, ist der Weg allerdings noch weit. Automobil-Experten rechnen nicht vor dem Jahr 2020 damit. Hersteller wie BMW und Audi erwarten, dass ihr Anteil an der Neuwagenflotte bis dahin nicht über fünf bis zehn Prozent steigt. Bislang sind die leistungsfähigen Lithium-Ionen-Batterien viel zu teuer.
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