Elektroautos 2010: Renault und die RWE machen das Elektroauto zur gemeinsamen Sache
Elektroautos 2010: Letztlich ist diese Kooperation nur logisch und konsequent: der Energieversorger RWE und der französische Automobilbauer Renault wollen in den nächsten zwei Jahren das Elektroauto in Deutschland aufpolieren. Dafür soll eine Flotte verschiedener Fahrzeugtypen und eine Infrastruktur zum Aufladen der Elektroautos ausgebaut werden.
Bei der diesjährigen Messe Auto Mobil International (AMI) sind zum ersten Mal mit der RWE AG und der Eon AG auch zwei große deutsche Stromerzeuger mit Ständen vertreten. Denn in Sachen Elektromobilität können die Energieriesen einiges an Know-how beitragen. Auf der Roadshow von der RWE, die demnächst auch in weiteren Städten zu sehen sein wird, steht auch schon ein vierrädriges Mobil als Beispiel bereit.
Der Renault Kangoo des Kooperationspartners Renault fährt komplett mit Strom – und das serienmäßig schon ab dem kommendem Jahr. Ziel der Zusammenarbeit von Stromerzeuger und Autobauer ist es, Elektrofahrzeuge als Alternative für deutsche Autofahrer auf zu stellen. Dem Kangoo sollen schon bald drei weitere Modelle folgen – damit für jeden Kunden das passende Auto verfügbar ist, wobei der Kangoo vor allem bei Gewerbetreibende überzeugen soll.
In zunächst acht Ballungszentren will RWE in den nächsten zwei Jahren für die entsprechenden Ladestationen sorgen, damit dem E-Auto nicht der Saft ausgeht. Erstes Gebiet sind das Ruhrgebiet und die Bundeshauptstadt Berlin – 1.000 Stationen sollen bis Ende 2010 aufgestellt sein. Ziel des Stromversorgers ist es, elektrisches Aufladen so einfach wie Parken und die Abrechnung so einfach wie die Handyrechnung zu machen. Eine flächendeckende Infrastruktur soll schon in wenigen Jahren verfügbar werden.
Und die RWE setzt noch eins oben drauf: „Wir garantieren, dass der Strom bereits zu 100 % aus regenerativen Energien erzeugt wird“. Das wolle man sich vom TÜV Süd zertifizieren lassen.
Sehr reizvoll findet diese Ideen auch der Automobilclub. Der ADAC will noch in diesem Jahr selbst 50 E-Zapfsäulen an seinen Standorten aufbauen. Die Pointe: Alle ADAC-Mitglieder können bis Ende nächsten Jahres kostenlos „tanken“. Und auch die fleißigen Pannenhelfer in den gelben Fahrzeugen sollen schnell auf die neue Technik eingestellt werden.
Heute noch Zukunftsmusik - bald schon Realität? Die Steckdose fürs Auto auf allen Parkplätzen
Auf der Pressekonferenz zu Beginn der AMI vermochten die Kooperationspartner noch keine Informationen über die Kosten für den geneigten E-Autokäufer zu geben. Da Elektroautos immer (noch) relativ teuer in der Anschaffung sind, zudem die Reichweite mit knapp über 100 Kilometern stark eingeschränkt ist, dürfte der Kauf auch und vor allem eine Gewissensfrage sein.
Für den Osten der Republik ist das Projekt zudem im Moment in weiter Ferne – die Landkarte der Ladestationen ist bis dato beinahe jungfräulich, einzig Rostock und Berlin tauchen bisher auf.
Von Elektroautos 2010 zu serienreifen Elektroautos
Von Elektroautos 2010 zu Elektroauto
|