In Elektroautos BMW investiert jetzt BMW 530 Mio Euro
Elektroautos BMW - die Karosserie ist aus Karbon, der Antrieb rein elektrisch also kein CO2-Ausstoß: So sieht das Elektroauto Megacity Vehicle von BMW aus, das ab 2013 von den Bänder rollen soll. Im November 2010 gaben BMW-Chef Norbert Reithofer und Kanzlerin Angela Merkel den Startschuss für die nötige Erweiterung des BMW-Werks in Leipzig.400 Millionen Euro will der BMW Autokonzern das Werk in der Sachsen-Metropole investieren, zu den bestehenden 5.200 Arbeitsplätzen werden zusätzliche 800 geschaffen. Insgesamt lässt sich BMW diese Investition 530 Millionen Euro kosten. Die Produktion der Elektroautos BMW in Deutschland ist ein deutliches Bekenntnis zum Hightech-Standort Deutschland. Das E-Auto werde weltweit das erste Großserienfahrzeug mit einer Fahrgastzelle aus leichten Fasern aus Karbon sein. Das Karbon wird das hohe Gewicht der Batterien ausgleichen können. Doch auch die Konkurrenz schläft nicht mehr: Daimler testet bereits die zweite Generation des E-Smarts, der 2012 erhältlich sein soll. Seit September wird auch die A-Klasse in geringer Stückzahl als Elektrofahrzeug hergestellt. Audi bringt Ende 2012 den Sportwagen E-tron in Kleinserie auf den deutschen Markt. Die Bundesregierung will bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf den Straßen haben. BMW plant eine Revolution mit dem Elektroautos BMW
Während die Konkurrenz Elektromotoren in vorhandene Modelle baut, produzieren die Münchner komplett neue Elektroautos BMW. Es besteht im Kern aus Karbonfasern und steht 2013 für Käufer bereit. Vorausgesetzt, das letzte große Aufgabe wird noch gelöst. Das riesige Autowerk liegt wie ein gestrandetes Ufo in der flachen, eintönigen Landschaft des mitteldeutschen Industriegebiets. An diesem Tag ist dort alles grau in grau.
Unauffällig, fast versteckt, steht er an einem Aufgang der Zukunftsfabrik des Münchner Automobilkonzerns. Einfach gesagt ist es ein Fahrzeugrahmen, korrekter eine Fahrgastzelle aus Karbon. Dieser Kern aus Kunststoff soll das Herz des Autos für unsere Zukunft werden. BMW will als erster weltweit Elektroautos BMW aus dem federleichten kohlenfaserverstärkten Kunststoff in Großserienfertigung produzieren. Über Elektromobilität redet zurzeit jeder, die Hersteller und Zulieferer, Politiker oder auch Energiekonzerne. Außer Zukunftsplänen hat kaum einer konkret etwas anzubieten - schon gar nicht in Deutschland. Die deutsche Regierung hat zudem eine Plattform ins Leben gerufen, um den Rückstand gegenüber anderen Ländern wettzumachen. In China - überhaupt in Asien, in den USA oder in Frankreich sind sie viel weiter. Innerhalb dieser Plattform sollen alle Beteiligten enger zusammenarbeiten, damit 2020 eine Million E-Autos auf deutschen Straßen rollen. Das Ziel ist hochgesteckt und damit es erreicht werden kann, braucht man einen Vorreiter. Der BMW-Automobilkonzern, der sonst eher vorsichtig agiert, übernimmt mutig die Rolle des Elektropioniers. Das Unternehmen investiert insgesamt 530 Millionen € in die Entwicklung und Produktion des Elektroautos in Deutschland. 1.000 Arbeitsplätze werden neu geschaffen, 800 davon im BMW-Werk Leipzig. Dort soll bereits 2013 das erste „Vehicle Megacity“ – so der Arbeitstitel – vom Band laufen. Als BMW-Chef die Eckdaten nennt und ergänzt: man habe sich mit dem Werk in Leipzig ganz bewusst für einen Standort in Deutschland entschieden - nickt Angela Merkel anerkennend. Man sehe hier zum ersten Mal, dass die Aufgabe Elektromobilität in Deutschland Gestalt annimmt. Dass Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor auf lange Sicht zum Niedergang verurteilt sind, wissen die Automobilhersteller, Ölmultis und Regierungen. Die fossilen Rohstoffe gehen zu Ende und dazu werden die Grenzen für den Ausstoß von CO2 immer enger. Nahezu alle Industriestaaten haben Förderprogramme für Elektroautos ratifiziert. Alle großen Autokonzerne tüfteln an serienreifen Elektromobilen. Und sie kämpfen mit drei Problemen: Die Batterien sind immer noch echte Schwergewichte, die viel zu wenig erreichen bzw. leisten. Ihre Reichweiten sind ein Witz im Vergleich, der Preis für das voll funktionstüchtige Elektroauto dagegen enorm hoch. Mitsubishi, der japanischen Autobauer ist es dennoch gelungen, das erste in Großserie gefertigte Elektroauto auf den Markt zu bringen. Der i-MiEV jedoch kämpft mit allen genannten Problemen. BMW muss einen anderen Weg als die Japaner und andere Autobauer gehen: Die Bayern wollen nicht wie derzeit das Gros der Hersteller in ein bestehendes Modell einem Elektromotor verbauen. BMW will vielmehr rund um den E-Antrieb eine völlig neue Art von Automobil konstruieren. Und dabei ist nichts prioritärer als das Gewicht. BMW reduziert das Eigengewicht der Elektroautos BMW, verzichtet auf Stahl und Alu und setzt auf Karbonfasern. Weniger Gewicht ist folgerichtig mehr Reichweite. Mit dem Unternehmen SGL Carbon, einem der großen internationalen Hersteller von Kohlenstoffprodukten, hat BMW eine Kooperation gegründet. Im April begann im US-Bundesstaat Washington der Bau eines Werkes, das ausreichend Kohlenstofffasern für die neuen Leichtmobile liefern wird. Dass das Autowerk an der US-Westküste entsteht, gehört zum Konzept der sauberen Emission: Bei dem in US-Staat hergestellten Faser aus Kohlenstoff entstehen zudem keinerlei Belastung in der Luft. Umweltschonend soll der Strom zur Erzeugung der Kohlen-Fasern sein, sonst wird keiner der Kunden dem „Megacity Vehicle“ das Image des sauberen Autos abnehmen und die entsprechenden Kauf-Preise zahlen. Und nur dort ist Strom aus Wasserkraft in ausreichender Menge so günstig, dass sich die energieaufwendige Produktion dieser Karbonfäden auch rechnet. Die starke Frau bei BMW, Susanne Klatten, setzt ganz auf das Faserauto mit E-Antrieb. Sie ist bei dem Münchner Autobauer Großaktionärin und das seit Kurzem auch bei SGL Carbon. Allerdings wird der Kunststoff in Deutschland verarbeitet. In den BMW-Werken Wackersdorf und Landshut wird dieses Karbon, das aus dünnen reinen Kohlenstoff-Fasern besteht, zu Karosserieteile gepresst, die anschließend im BMW-Werk Leipzig verbaut werden. In den deutschen Standorten habe BMW jene Mitarbeiter und das Know-how, das man für dieses Projekt braucht. Mit den Details zum neuen E-Auto halten sich die Bayern zurück. Mehrere Modelle auf Basis des Kohlenstoffkerns seien denkbar. Und günstig werde das Auto sicherlich auch nicht. Die Zielgruppe seien „gut ausgebildete Menschen in Großstädten“, die entsprechend zahlungskräftig sind. Die Reichweite des „Megacity Vehicle“ wird bei rund 200 Kilometern liegen. Mit dem Preis und der immer noch geringen Reichweite, die ein solches Fahrzeug erreichen kann, bleiben auch beim E-Auto aus Leipzig zwei Probleme offen. Für die Elektroautos BMW kommt noch ein entscheidendes hinzu: Karbon ist Chance und Risiko zugleich. Der Werkstoff, wie man aus der Sporindustrie bereits weiß, ist exorbitant teuer in der Herstellung, äußerst schwer weiterzuverarbeiten und kann – weil er sehr schnell splittert – nicht überall verbaut werden. Mitte des Jahres 2010 kostete ein Kilogramm Karbon 10 bis 15 Euro. Hingegen lag das Kilo Aluminium bei knapp fünf Euro. Stahl, wie ihn die Autobauer verwenden, bei nur 0,35 Cent. Für einen Erfolg von Elektroautos BMW aus Kohlenstofffasern wird es darauf ankommen, dass die Preise für den Werkstoff sinken. Erreichbar wäre es, wenn die Nachfrage steigt und immer mehr Karbon produziert werden würde. Die Fabrik von SGL und BMW soll bereits 2013 bis zu 3.000 Tonnen Karbon herstellen. Experten kalkulieren damit, dass die Branche schnell mehr liefern muss. Man weiß, dass die Vision, Autos nicht länger aus Metall zu bauen, wahr werden kann. Und man weiß zudem auch, dass die Autobranche bald dazu gezwungen werden könnte, über Alternativen nachzudenken, weil die Preise für Metalle steigen. BMW steht also vor einem Quantensprung mit ihren Elektroautos BMW – um es gleich wieder einzuschränken: Wenn sie es anders anpacken als die Luftfahrtindustrie. Die Flugzeugindustrie mussten bei ihrem ersten Versuch, Karbon in der Großserienfertigung zu verarbeiten, viel Lehrgeld zahlen. Die Boeing-Langstreckenmaschine 787 „Dreamliner“ besteht zur Hälfte aus diesem Material. Doch Probleme mit den Lierferanten und auch beim Einbau des Kunststoffs, was nach dem Pressen nur noch schwer nachgebesser werden kann, bescherten dem Boeing-Konzern enorme Verluste.
Vom Elektroautos BMW zurück zu serienreife Elektroautos
Vom Elektroautos BMW zurück zum Elektroauto
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