Erdgas ist im Kommen – wir schaffen den Überblick!
Im Hinblick auf die weltweite Anstrengung den CO2-Ausstoß zu verringern gewinnt Erdgas als Alternative zum Benzin immer mehr an Bedeutung. Der Einsatz von Biogas kann eine komplett regenerative Kraftstoffversorgung erzielt werden, die die Klimaveränderung auf der Welt durch den Treibhauseffekt verringert.
Warum CNG (Compressed Natural Gas)?
Was man wissen sollte aber nicht muss: Es ist ein fossiler Brennstoff und besteht nahezu 98 % aus Methan. Es hat von allen fossilen Treibstoffen den geringsten Kohlenstoffanteil.
D.h. und das ist wichtig: es verbrennt mit einer niedrigen CO2-Bildung als andere fossile Kraftstoffe.
Dazu kommt: Schadstoffe wie Schwefel sind fast nicht vorhanden.
Der Einsatz von diesem Energieträger ist schadstoffarm und deswegen auch steuerbegünstigt. Wissenswert ist auch: in seinem ursprünglichen Zustand verwendet werden kann und muss es nicht erst umgewandelt werden.
Wie sieht es mit dem Energiegehalt aus im Vergleich?
Gemessen an konventionellen Sprit wie Benzin ist der Energiegehalt von natural gas 1,5fach höher (1 kg entspricht 1,5 Liter Benzin). Bei Diesel etwa 1,33fach höher.
Gas ist steuerbegünstigt
Mit der neuen Kfz-Steuer, CO2-Steuer ab dem 1.07.2009 auch erhebliche Vorteile sogar gegenüber Benzinern.
Noch mehr monetäre und steuerliche Vorteile, Subventionen
Natural gas wird nicht nur steuerlich gefördert sondern auch durch regionalen Gasversorgern. Die Neuanschaffung oder Umrüstung zum natural gas-fahrzeuges wird von verschiedenen Gasversorgungsunternehmen (Stadtwerke, Energieversorger wie RWE, EnBW,...) kann noch mehr subventioniert werden, dies ist eine Dienstleistung um ihre Kunden noch mehr an sich zu binden. Ein Anspruch auf eine Förderung besteht nicht. Der Zuschuss wird häufig in Form eines Tankgutscheines in Verbindung mit einem Werbevertrag angeboten.
Link: http://www.erdgas-fahren.de/Forderung.html
Energie- und Ökosteueranteil der Kraftstoffe
Kfz-Steuer
Was heißt bivalent – monovalent Antriebsarten?
Grundsätzlich gilt: Dieser Kraftstoff auch für herkömmliche Ottomotoren geeignet. Sie können wahlweise beidem oder ausschließlich nur mit eimen Treibstoff betrieben werden.
Bivalent betriebene Fahrzeuge können mit beiden Varianten und auch mit Benzin fahren. D.h. jederzeit kann man von einem auf den anderen Betrieb umschalten - automatisch oder per Knopfdruck.
Vorteil: Bei umgerüsteten Fahrzeugen stellt der bivalente Betrieb einen guten Kompromiss zwischen Umweltentlastung und Kostenersparnis einerseits und Reichweite anderseits dar. Vor allem überregional erweisen sich bivalente Fahrzeuge derzeit noch als vorteilhaft, da bei Bedarf auf Benzinbetrieb umgeschaltet werden kann. Das Leistungsverhalten
bivalenter Fahrzeuge ist jenem konventioneller Fahrzeuge nahezu gleichwertig. Die Reichweite des Fahrzeugs ist dann ähnlich eines konventionellen Pkws.
Nachteil: Durch die Mitführung zweierlei gefüllten Tank ist das Auto um ein erhebliches schwerer. Dadurch steigt der Verbrauch. Leistungsunterschiede sind vorhanden aber kaum spürbar.
Monovalente Fahrzeuge werden ausschließlich im Gasbetrieb betrieben und haben notfalls einen Benzin-Nottank – so dass, wenn keine Gastankstelle in Sicht ist, eine zusätzliche Reichweite von 150 km bleibt. Der Platzgewinn wird für die Unterbringung zusätzlicher Tanks genützt.
Zukunftsmodell
Das monovalente Antriebssystem wird sich mit der Zeit durchsetzen, weil sie einfach effektiver sind. Da natural gas immer stärker nachgefragt wird der vorangetriebene Tankstellenausbau, werden die überzeugenden Vorteile dieses Kraftstoffes uneingeschränkt wirksam.
Geringerer Verbrauch
Da die Technik auf der der Benzinmotoren basiert,
kann auf eine ausgereifte Technik zurückgegriffen werden, um die Vorzüge des Kraftstoffs optimal zu nützen – was sich natürlich auch auf den Verbrauch auswirkt.
Mit natural gas günstiger fahren
Der Preis für CNG an den Tankstellen liegt deutlich unter dem von Benzin und Diesel. Dabei muss noch berücksichtigt werden, dass ein Kilogramm natural gas und ein Liter flüssiger Kraftstoff nicht gleichzusetzen sind: Der Energieinhalt von einem Kilogramm entspricht dem von rund 1,5 Litern Benzin bzw. 1,3 Litern Diesel. So reduzieren sich die Kraftstoffkosten im Vergleich zu Benzin bis zur Hälfte, im Vergleich zu Diesel um bis zu einem Drittel. Die tagesaktuellen CNG-Preise können den Internetseiten der einzelnen Tankstellenbetreiber entnommen werden. Der Verbrauch darf trotz allem nicht einziges Argument sein. Alle Einsparungen: geringerer Verbrauch, KFZ-Steuer, Subventionen,... sind notwendig um den höheren
Anschaffungspreis oder die Umrüstung zu amortisieren.
Eine Möglichkeit effektiver und damit sparsamer zu fahren ist der
Erdgas-Hybrid:
Auch das CNG-Auto rappelt sich in Richtung Hybrid.
Der Trend in der Pkw-Technik geht in Richtung kleinere, aber denoch leistungsstärkeren Verbrennungsmotoren. Vom sog. „Downsizing”, die Möglichkeit des Verkleinerns des Hubraums, könnten in Zukunft auch und besonders die Erdgasfahrzeuge profitieren: Gerade mit der Turboaufladung kann auch der alternative Antrieb an Vorteilen gewinnen.
Autotypen und Verbrauch im Vergleich:
Einige Beispiele zum Verbrauch und Leistung.
Fiat Panda Natural Power:
Angefangen bei den Kleinstwagen ist der Fiat Panda Natural Power in seiner Klasse der Beste.
Umweltschonend und preiswert – beides kann der Panda mit Erdgasantrieb ideal miteinander vereinen.
Mit einem Verbrauch von 4,4 kg/km und einem CO2-Ausstoß von 114 Gramm/km kam der Panda auf einen der
begehrten Höchstplatzierungen. Mit seiner Reichweite schafft er es locker von Berlin bis Hannover (251 km).
Fiat Doblo Natural Power:
Der Fiat Doblò Natural Power ist mit seinen bivalenten Antrieb eine Besonderheit in seiner Art. Mit dem 1.6-Liter-Vierzylinder-Vierventile schafft er es im Gasbetrieb auf 68 kW (92 PS). Mit Benzin betrieben 76 kW (103 PS). Die Höchstgeschwindigkeit von 155 km/h bzw. 168 km/h. Der Verbrauch: 5,9 Kilogramm/km bzw. 9,2 l/100 km (kombiniert nach RL 80/1268/EWG), die Gesamtreichweite rund 1.000 Kilometer, was bei einem bivalenten Betrieb
keine Besonderheit ist.
Fiat Multipla Natural Power kurz und knackig:
Leistung: 68 KW/92 PS
Hubraum: 1.596 ccm
Durchschnittsverbrauch: 5,9 kg/100 km
Durchschnittsverbrauch im Benzinbetrieb: 9 l/100 km
Dadurch eine Reichweite: etwa 420 km
Reichweite Benzin: etwa 450 km je nach Fahrstil
Montage der Gastanks: Unterflur
Abgasnorm: Euro 4
Ford Focus C-Max CNG
Leistung und Verbrauch: (126 PS) 6,1 kg
Mercedes Benz E200, Leistung und Verbrauch: (163 PS) 6,0 kg
Opel Zafira 1.6 CNG, Leistung und Verbrauch: (94 PS) 5,0 kg
Opel Combo 1.6 CNG, Leistung und Verbrauch:(94 PS) 4,9 kg
VW Touran EcoFuel, Leistung und Verbrauch: (109 PS) 5,8 kg
VW Caddy EcoFuel, Leistung und Verbrauch:(109 PS) 5,9 kg
Weitere Reichweite - den auf die kommts an - im Vergleich:
Die Reichweite ist abhängig vom Verbrauch und Volumen des Kraftstofftanks. Wegstrecke oder Distanz, die mit einer bestimmten Menge von Treibstoff (i.d.R. Tankinhalt) zurückgelegt werden kann. An dieser Stelle zwischen den verschiedenen Antriebsarten zu unterscheiden oder vergleichen lohnt sich und ist, unserer Meinung nach einer der ausschlaggebende Kriterien neben der Wirtschaftlichkeit. Bei diesen Fahrzeugen ist sie zudem abhängig davon, ob das Fahrzeug monovalent oder bivalent betrieben wird.
Reichweiten im bivalenten Betrieb ist eine Mogelpackung
Bei den heute angebotenen seriengefertigten bivalenten Fahrzeugmodellen reicht eine Tankfüllung für eine Strecke von 300 bis zu 450 km. Reichweiten hier zu vergleichen lohnt nicht, da man sich beim Kauf schon auf einen Kompromiß eingelassen hat. Wird es knapp mit dem Gas kann man immer auf den Verbrennungsmotor umsteigen. Beachten Sie: Immer wenn Benzin gefahren wird, können Sie die „Mehranschaffung“ für das Gas nicht amortisieren.
Reichweiten monovalenter Autos
Im monovalenten Betrieb fahren, können bis zu 500 km erreicht werden. Der große Nachteil dabei ist, dass dazu eine entsprechende Anzahl von (zusätzlichen) Tanks untergebracht werden müssen. Das erhöht das Gewicht entsprechend und reduziert den Stauraum und erhöht natürlich auch den Verbrauch. Bei neuen Autos werden die Tanks in der Regel unterflur platziert.
Neu-Zulassung und Einzelgasnachweise in den letzten Jahren
Während im vergangenen Jahr 11.000 Einzelgasnachweise für die Umrüstung von Kraftfahrzeugen vom TÜV im Rheinland ausgestellt wurden, waren es in den ersten fünf Monaten dieses Jahres schon 8.500 Nachweise. Derzeit sind in Deutschland etwa 230.000 Pkw mit Autogas-Antrieb und 43.000 mit Erdgasmotor unterwegs.
Umrüstung
Die Umrüstung eines Benziners auf den Gasbetrieb lohnt sich unter finanziellen Argumenten immer nur für Vielfahrer. Umrüstung ist grundsätzlich nur bei Autos möglich, die einen zusätzlichen Tank unterbringen können. Dabei wird meistens der Laderaum eingeschränkt werden. Beide Gasalternativen stehen zur Auswahl bei der Umrüstung. Beim LPG-Autos kostet der Umbau des Fahrzeugs zwischen 2.000 € bis 3.000 €.
Der notwendige zusätzliche Tank kann ohne Probleme in der Reserveradmulde verstauen lässt. Der natural gas-Umbau ist mit mehr als 4.000 € wesentlich teurer. Der größere und anders gestaltete Tank verringert den Kofferraum. Deswegen werden Pkws in aller Regel auf LPG umgerüstet.
Beim Neukauf entscheiden sich die Halter meistens für Erdgas-Antriebe.
Hier einige Rechenbeispiele:
Klar ist, dass sich die Umrüstung eines Fahrzeugs mit hohen Verbrauch schneller amortisiert als bei einem vergleichbar niedrigem Verbrauch. Laut ADAC rentiert sich die Nachrüstung bei dem kompakten VW Golf 1.6 sich die schon nach nach 48.000 km, die Erdgasnachrüstung dagegen erst nach 65.000 km. So sind die Investitionen bei einem Mercedes S 430 mit Autogas nach 43.000 Kilometern und mit Erdgas nach 53.000 km eingefahren. Die theoretisch errechneten Kilometer sind immer Mindestwerte, da dank dem lückenhaften Tankstellennetz immerwieder auf Benzinbetrieb umgeschaltet werden muss. Eine Fahrt ausschließlich im Gasbetrieb ist kaum möglich. Bei einem nachträglichen Einbau einer Gasanlage ist zu beachten, dass Werkstätte nur das System mit ECE R-115-Genehmigung verwenden. Das ECE-Genehmigungsschild ist gut sichtbar im Fahrzeug anzubringen. Ansonsten keine Betriebserlaubnis.
Das Tankstellennetze in Deutschland
Ein erheblicher Nachteil beim Fahren mit Erdgas ist, dass man heute eine Fahrt ins fremde Terrain immer vorbereiten muss. D.h. fahren im heimischen Gebiet, wo man seine Zapfsäulen kennt und immer erreichen kann, wie es Handwerker, Taxifahrer oder ähnliche Berufsgruppen gewohnt sind ist unbeschwert. Verlässt man dieses Gebiet außerhalb seiner Reichweite ist eine entsprechende Vorbereitung zwingend notwendig. Bei bivalentem Betrieb ist man unabhängiger aber jedes Umschalten auf Benzin ist unwirtschaftlich und trägt nicht zur Amortisierung des Mehrpreises bei.
Wegweiser Tankstellen
Erdgastankstellen-Atlas Dtl. 2008/2009
http://www.erdgas-fahren.de/Routenplaner.html?gclid=CLTDjOPShJoCFcQTzAod9XliFg
Erdgastankstellen-Downloads für das Navi
Erdgas Overlay Informationen
http://www.pocketnavigation.de/ucontent/62/5.6.59.html
Umweltschutz wird belohnt:
·25 % weniger CO2
·70 & weniger Stichoxide
·Kein Feinstaub
Wartung:
Erdgasfahrzeuge unterscheiden sich in der Wartung und
im Aufwand nicht wesentlich von benzinbetriebenen Modellen.
Selbst bei bivalenten Erdgas-Pkw fallen im Vergleich zum
Benzinfahrzeug zumeist nur geringfügig höhere Wartungskosten an.
Wartung und Reparatur von Kraftstoffanlagen für Erdgasbetrieb erfordern allerdings speziell ausgebildetes Personal.
Fazit:
Besserer Wirkungsgrad, geringerer Verbrauch, niedrigere Kraftstoffkosten und geringere Schadstoffemissionen und somit begünstigte KFZ-Steuer sind Vorteile und herhebliche Gründe für den Kauf eines Erdgasbetriebenen Fahrzeugs.
Wenn da nicht das dringend notwendig verdichtete Tankstellennetz wäre. Die Leistung der derzeit am Markt angebotener monovalenter Fahrzeugmodelle entspricht jenem von vergleichbaren benzinbetriebenen Versionen. Der Betrieb von Erdgasfahrzeugen bringt keine Leistungseinbußen bei monovalenten Modellen und nur geringfügige Einbußen bei bivalenten Ausführungen:
·einfaches, zumeist automatisches Umschalten der Kraftstoffzufuhr
(auf Benzin oder Erdgas) bei bivalenten Fahrzeugen
·problemloses und sicheres Tanken - keine Reichweitenverringerung (bei Installation zusätzlicher Tanks)
·gleiches Platzangebot durch die Unterflur-Anbringung der Tanks.
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