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Geschichte Elektroauto wird von Siegern geschrieben

Geschichte Elektroauto: Elektroautos gibt es bereits seit 130 Jahren. Ihr Antrieb unterlag im Laufe der Zeit dem Verbrennungsmotor. Danach blieb es lange still. Heute hat diese alte Idee eine neue Zukunft.

Die Geschichte Elektroauto wird von den Gewinnern geschrieben. Das mussten alle anderen alternativen Antriebsarten in der Geschichte des Autos erleiden. Im Jahre 2011 feierte das Benz Motorwagenpatent seinen 125. Jahrestag. Dieses motorangetriebene Dreirad gilt allgemein als erstes Automobil, weil es sich von allen zu dieser Zeit üblichen Fortbewegungsmittel wie, Dampfomnibussen oder Kutschen unterschieden hat. Bei dem Lohner-Porsche des Jahres 1900 wurden die Vorderräder von elektrischen Radnabenmotoren vorangetrieben.

Der Franzose Gustave Trouvé hatte in Paris bereits fünf Jahre davor ein elektroangetriebenes dreirädriges Fahrzeug präsentiert. Das Elektro-Fahrzeug mit den aufladbaren Blei-Batterien brachten das Dreirad auf eine Geschwindigkeit von bis zu 12 km/h. Die damaligen Dampfmaschinen waren damals auch nicht schneller.

Die Vorteile dieses Fortbewegungsmittels waren damals wie heute, dass es sich enorm geräuschsarm und geruchsfrei fährt. Das konnte man von seinen Alternativen mit Ottomotor nicht wirklich sagen.

Ändern wird das nichts am Siegeszug der Verbrennungsmotoren, wie wir heute alle wissen. Das fragile einzylindrisches Benz-Dreirad kam nur schwer die ansteigenden Straßen hoch. Trotz allem fährt Bertha Benz und ihre Söhne im Jahre 1888 ihre erste Langstreckenfahrt.


Die legendären 106 Kilometer-Langstreckefahrt von Mannheim bis Pforzheim machten den Motorwagen und sie bekannt. Dass es damals keine Zapfsäulen gab, störte nicht. Die erste Frau am Steuer kaufte in der nächstgelegenen Apotheke einfach 10 l Reinigungsbenzin.

Im Vergleich zu schweren Dampfmaschinen zu jener Zeit kommt dieses Gefährt wie ein kleiner David unter Goliat daher. Die Leistung mit 2,5 PS war eher schwach. Die Viertaktmaschine wog auch nur 100 kg. Zudem war die Verbrennung viel effizienter als die bei den Dampfmaschinen.

Bis zur Jahrhundertwende war nicht vorhersehbar, welcher Antrieb sich bei Automobilen durchsetzen könnte. Lange lag der Dampfantrieb an erster Position. Dank der Lokomotiven gab es genügend Erfahrungen mit dem Heißluft-Antrieb.

Geringer Wirkungsgrad mit Dampfantrieb

Der größte Nachteil beim Dampf war der geringe Wirkungsgrad von lediglich 6 – 7%. Verloren gingen große Teile der Energie als Abwärme, bevor der Dampf erst einen Kolben und dann die Räder antreiben konnte.

Die Trennung von Energiezufuhr und anschließender Umwandlung in mechanische Arbeit war das Problem. Das Wasser im Druckkessel musste ein Holz- oder Kohlefeuer eine halbe Stunde lang erhitzen, bevor der Dampf den Kolben im Zylinder bewegen konnte. Die kalten Komponenten bremsten den Expansionsdrang und ließen die Dampfmaschine gegenüber dem Verbrennungsmotor zurückfallen.Am effizientesten arbeiten E-Motoren, die bis zu 90 % der eingesetzten Energie in den Vortrieb umwandeln können. Bereits 1899 hängte Camille Jenatzy mit seinem lautlosen und mehr als 100 km/h flinken Elektromobil die lauten und stinkenden Spritschlucker ab. Doch die 82 Fulmen-Batterie-Elemente des Jamais Contente genannten E-Fahrzeugs waren schon nach kurzer Zeit verbraucht.

Ein Jahr später entwickelte Porsche das erste batteriebetriebene Fahrzeug mit Radnabenmotoren. Der Lohner-Porsche wog 980 kg, wovon allein 410 Kilogramm auf das Konto des Batterie-Satzes gingen. Der Stromer kam immerhin auf eine beachtliche Konstantgeschwindigkeit von 50 km/h. Doch die Akkus boten nur ungefähr ein Tausendstel der Energiedichte von flüssigem Kraftstoff. D.h.: Sie machten besonders im Winter nach wenigen Kilometern schlapp.

Hauptkonkurrent der ersten Elektro- und Dampffahrzeuge war nicht der Verbrennungsmotor, sondern das Pferd. Eine Pferdekutsche war in der Anschaffung und im Betrieb weitaus günstiger als die selbst fahrenden Automobile für vermögende Idealisten.

Geschichte Elektroauto: Der Kampf um den besten Antrieb

Den Kampf um den besten Antrieb war damals nicht festgelegt: Viele Autofahrer waren zu dieser Zeit von der elektrischen Fortbewegung begeistert. Das unterstrichen die Herstellungszahlen in der USA: 1900 rollten 1688 Dampfautos, verglichen mit 1575 Fahrzeuge mit Elektroantrieb sowie 929 Autos mit Benzinverbrenner.

Im Jahre 1911 entwickelte Charles Kettering den elektrischen Anlasser und wird später zum Entwicklungschef von GM. Das beschwerliche Ankurbeln des Motors wurde überflüssig und der Benziner kam zum Durchbruch. Dann kam dazu dass das Benzin sehr günstig war, leicht verfügbar und erlaubte viel weitere Fahrten als mit einem E-mobil.

Robert Bosch hatte 1902 den Hochspannungsmagnetzünder und die Zündkerze zum Patent angemeldet. Damit konnten die Motoren viel höhere Drehzahlen und somit auch Leistung erreichen. Die glorreichen Rennwagen zu dieser Zeit waren fast alle mit der neuarigen Bosch-Zündung ausgestattet.

Mit den anfänglichen Geschwindigkeitsrausch konnte Carl Benz nicht viel anfangen und warnte auch vor den lauernden Gefahren. Doch gerade diese Rekordfahrten und auch Rennen zogen damals die Besucher an: Höheres Tempo und mehr Leistung waren Erfolgsfaktoren für die jungen Automobilhersteller. Absehbar war jetzt auch, dass die weitere Entwicklung des Automobils schneller voranging als die der Pferdekutsche. Trotzdem steckte der Verkehr noch am Anfang. Ein damaliger Gedanke von Henry Ford war: „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt: schnellere Pferde“. Im Jahre 1913 erfand er das revolutionäre Fließband in der Herstellung ein und machte die Tin Lizzy damit auch für Jedermann erschwinglich.

Ein Umbruch in der Geschichte Elektroauto fand statt, die das Leben gewaltig beschleunigte. Von unterschiedlichen Motoren wollten die meisten dann nichts mehr wissen. Dabei gab es damals in Berlin 1897 eine hellsichtige Vision: „Das weite Land wird von Ölmotorfahrzeugen durcheilt werden, während die glatten Asphaltstraßen der Städte von mit Elektrizität getriebenen Fahrzeugen belebt sein wird.“

Nach der 100-jährigen Hauptrolle des Verbrenners könnte sich schon bald diese Prophezeiung nach der bedeutenden Geschichte Elektroauto doch noch erfüllen.


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