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Hybrid-Autogas: der Hyundai Elantra Hybrid tankt Autogas

Die Hybrid-Autogas Kombi: Autogas-Verbrennungsmotor mit Elektromotor
und Lithium-Polymer-Batterie kombiniert

Es kann zwar erstaunlich unterschiedliche Hybridkonzepte, doch eines hatten sie bisher alle: Der Verbrennungsmotor war bisher immer ein Ottomotor. Die Dieselkombination schafft es aus bisher nicht auf die Straße, weil sie immer noch zu teuer sind. Auch die Variante: Hybrid mit Brennstoffzellenantrieb ist allerdings nur in Kleinstserie unterwegs. Hyundai bringt nun eine Hybrid-Autogas Version ins Spiel, über die sich LPG-Fans (LPG = Liquefied Petroleum Gas oder auch Autogas) freuen werden. Am 8.07. 2009 ist ein Hybrid-Autogas Fahrzeug in Korea, Hyundais Heimat auf den Markt gekommen. Das Fahrzeug wird ein Auto der Kompaktklasse sein, das in Deutschland einmal Elantra genannt wurde.

Ein 15 kW starker Mildhybrid

Der Hyundai oder auch Elantra LPI Hybrid Electric Vehicle (HEV) ist das erste Fahrzeug in Serie mit LPG-Hybridantrieb. Als Verbrennungsmotor fungiert ein LPI-Gamma-Motor (LPI = Liquefied Petroleum Injected). Gamma ist das hyundaische Kürzel für eine 1,6 l Motor mit 121 PS (bzw. 89 kW). Außerdem soll ein CVT-Getriebe eingebaut werden. Dieses Getriebe hat eine kontinuierliche variable Übersetzung (Continuously Variable Transmission). Der Hybrid-Elantra wird zum Autogas-Tank auch mit einem Benzintank unterwegs sein. Der Verbrennungsmotor wird mit einem 15 kW-Elektromotor unterstützt. Insgesamt hat der Hyundai eine CO2-Emission von 103 g/km. Damit liegt der Hyundai auf Augenhöhe mit seinen Mitbewerbern Honda Civic IMA und der Primus aller Hybrids Toyota Prius. Bei den restlichen Schadstoff-Emissionen liegt der Elantra im übrigen um rund 90 % günstiger als ein typvergleichbarer Benziner, was dem SULEV (Super Ultra Low Emission Vehicle) entspricht.

Lithium-Polymer-Batterie


Im Gegensatz zu Hybridmodellen von Honda, die ein Nickel-Metallhydrid-Akku als Energiequelle verbauen, soll der neue Hyundai eine Lithium-Polymer-Batterie (LiPoly- oder LiPo-Batterie) verwenden. Dadurch wird dieser Hybrid zudem in der Batterietechnik eine Weltneuheit bieten können. Lithium-Polymer-Akkus sind den Lithium-Ionen-Akkus überlegen und erst recht den Nickel-Metallhydrid-Batterien wegen ihres geringeren Leistungsgewichts und somit auch ihrer höheren Energiedichte. Zudem handelt sich um eine Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Batterie: der flüssige Elektrolyt wird durch ein polymeres Gel ersetzt. Die neuen Akkus können also pro Kilogramm Gewicht mehr Leistung abliefern. Eine um vieles überlegene Energiedichte besitzen sie wegen ihrer entsprechend höheren Kapazität. LiPoly-Batterien sollen auch mehr Ladezyklen vertragen als andere Akkus. Hyundai greift auf Erfahrung in Hybridsystemen zurück Bekannte Hybridhersteller bisher sind vor allem Toyota und deren Tochter Lexus sowie Honda: Aber auch Hyundai hat bereits Hybridmodelle auf den Markt gebracht: Bereits 1995 erschien unter dem Namen Future Green Vehicle 1 (FGV 1), 1999 folgte der FGV 2 und der Elantra HEV 2000 kam der Accent HEV. Beide Fahrzeuge waren Parallelhybride mit Startergenerator. Später im Jahre 2004 folgte ein Mildhybrid-Getz, der einen 12-kW-Elektromotor und Nickel-Metallhydrid-Batterien als Energiespeicher hatte. Die IAA 2005 präsentierte eine Studie zu diesem Thema: „Portico“ vorgestellt, ein allradgetriebener Van. Außerdem werden bereits seit Jahren Hybrid-Varianten vom Hyundai-Typ Accent, vom Getz und vom Santa Fe in Korea getestet. Von ihnen wurden bereits Kleinserien gebaut. Die Demonstrationsflotte umfasste bereits im Jahr 2007 stolze 1682 Fahrzeuge. Für 2009 ist nun also die Serienfertigung geplant. Als nächstes ist eine größere Limousine mit zwei Motoren geplant – möglicherweise der Nachfolger des heutigen Sonata. All dies bezieht sich jedoch auf den Markt in Korea. Für Deutschland bzw. Europa hat es derzeit der Automobilhersteller Hyundai keine Hybridpläne.

Ein neuer LPG-Hybrid gibt es auch von Kia


Kia Motors, der koreanische Hersteller bringt mit dem Kia Forte LPI Hybrid sein erstes Serienmodell mit Hybrid-Autogas Technologie auf den koreanischen Markt. Das Start-Stopp-System ISG des Mild Hybrid hilft beim Spritsparen.

Die jüngste Variante Forte LPI Hybrid ist völlig neu: konzipierten des im April 2009 vorgestellten Kompaktwagens Forte (oder auch Kia Cerato genannt). Rund 130 Mill. Euro investiert Kia in das Hybrid-Autogas Modells während der 25-monatige Entwicklung. Der fast 1.300 kg schwere Kia Forte LPI Hybrid verbraucht 5,6 l Flüssiggas pro 100 km im Durchschnitt – auf einen Benziner umgerechnet entspricht das etwa 4,5 l/100 km. Mit einer CO2-Emission von 99 g/km erfüllt diese Hybrid-Autogas Version den Kriterien - nach US-amerikanischer Gesetzgebung - des „Super Low Emissions Vehicle“ (SULEV).

Das Hybrid-Autogas Fahrzeug besitzt einen 114 PS starken 1,6-Liter-Hubraum-Motor mit LPG-Einspritzung. Die Kraft wird ein anhand eines stufenlosen Automatikgetriebe (CVT = Continuously Variable Transmission) übertragen, das zusätzlich und separat entwickelt wurde. Das insbesondere für Hybrid-Fahrzeuge entwickelte Getriebe verfügt über die Fahrstufe „E“ („Eco Drive“), die automatische Angleichungen vornimmt, um in jeder Fahrsituation den niedrigsten Kraftstoffverbrauch zu gewährleisten.


Der zweite Antrieb ist ein 20-PS-Elektromotor, der zusätzlich 105 Nm Drehmoment zur Verfügung stellt. Zusätzliche Bestandteile des Hybrid-Autogas Systems gegenüber der „Normal-Version“ sind ein Inverter, ein Konverter und eine 180-Volt-Lithium-Polymer-Batterie als Energiequelle für den Elektromotor. Der Elektromotor des Mild-Hybrids unterstützt das Flüssiggas-Antrieb beim Starten durch das Start/Stopp-System ISG (Idle Stop and Go). Kommt das Fahrzeug zum Stehen, schaltet das „Idle Stop and Go“-System den Motor automatisch ab, um den Kraftstoffverbrauch und somit die Emissionen einzusparen. Betätigt der Fahrer im Stand das Kupplungspedal um einzukuppeln, wird der Motor automatisch und unverzüglich wieder gestartet. Das Anfahren verzögert sich nicht, da der Startvorgang nicht mehr Zeit in Anspruch nimmt, als sonst zum Einlegen des ersten Ganges benötigt wird. Beim Beschleunigen des Fahrzeugs durch Boosten. Die Bremsenergie, die Rekuperation wird zudem genutzt, um die Batterie unterwegs wieder aufzuladen. Beim Einschalten der Zündung werden die Anzeigen- und Instrumentenbeleuchtung stufenweise zugeschaltet, das SuperVision-Cockpit und ist mit Digitalanzeigen ausgerüstet. Es beinhaltet auch eine „Eco Guide“-Funktion: ein spezielles Symbol („Eco Driving Point“) animiert den Fahrer zu einer nachhaltigeren, kraftstoffsparenden Fahrweise.

Obwohl Autogas in Europa beim Kunden akzepiert ist, ist auch hier eine Markteinführung in Europa derzeit nicht geplant. Ende 2009 wird Kia in europäischen Ländern mit einem großen Autogas-Tankstellen-Netz eine Studie zu LPI-Hybrid-Fahrzeugen durchführen, um das Potenzial des Produkts und Kundeninteresse zu ermitteln.


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