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IAA 2009: Wann kommt das Elektroauto auf die Straße?

Fast alle Hersteller haben irgendwie ein Elektroauto auf der IAA nahezu im Gepäck. Fast alle ecars haben allerdings den gleichen entscheidenden Haken: Man kann sie nicht kaufen.

Kleinwagen, Limousinen, Familientransporter und sogar Sportwagen in der Kategorie Audi R8 mit E-Antrieb sollen auf der IAA 2009 gezeigen werden. Irgendwie ein profanes imageträchtiges Hausaufgaben erledigen. Ist das so? Die entscheidende Frage ist immernoch der Serienstart der E-Mobile. Man erntet häufiges Schulterzucken. Vielleicht 2011?! Vielleicht aber auch erst viel später.

Viele haben in der vergangenen Zeit den Elektroantrieb zum Allheilmittel gemacht. Das leidliche Problem: Viele Hersteller befinden sich gerade erst in der Vorausentwicklung, dem Stadium, das jeder Serienentwicklung vorausgeht. Und die Serienentwicklung braucht heute immer noch 24 bis 36 Monate. So hat Volkswagen den Prototypen eines Elektromotors an unterschiedlichen Standorten in Auftrag gegeben - die Entscheidung, wo welcher Motor gebaut werden soll, steht noch aus. Start bei VW: nicht vor 2012.

Das deutsche Elektraouto auf der IAA 2011 vorgestellt:

In den USA hat es der Tesla mit seinem Erstling Roadster vorgemacht. Jetzt könnte es bald auch einen Elektro-Sportwagen aus Deutschland geben. Der Artega aus Delbrück präsentiert auf der IAA 2011 in Frankfurt seinen SE. Zwei Elektromotoren, auf der Hinterachse untergebracht, mit zusammen 280 kW / 380 PS sorgen für Vortrieb und übertragen die Kraft unabhängig von einander auf eines der beiden hinteren Räder an. Den Sprint von 0 auf 100 km meistert der Artega SE in 4,3 Sekunden und damit eine halbe Sekunde schneller als der Artega GT mit Verbrennungsmotor. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei mindestens 250 km/h. Lesen Sie hier Details über das Elektroauto 2011

In Genf sind auf fast allen Ständen Autos mit alternativen Antrieben zu sehen

Das Elektroauto ist da – zumindest derzeit in Genf beim Autosalon. Bei fast allen Ausstellern auf dem Auto-Salon stehen Autos mit alternativen Antrieben. Der Unterschied zu anderen Messen: Dieses Mal sind nicht nur attraktive Studien, sondern reale, serienreife Autos zu sehen, die tatsächlich jetzt oder in nur wenigen Monaten zu kaufen sein werden. Für die deutschen Automobil-Hersteller sind das leider keine guten Nachrichten. Lesen Sie hier Details über neue Elektroautos

Größtes Problem bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen ist die Reichweite, die in der Energiespeicherung begründet ist- also die Batterie. Die bislang verwendeten Nickel-Cadmium-Akkus sind zwar verhältnismäßig günstig, aber viel zu schwer, und sie haben zu viel wenig Kapazität. Zuschnell ist der Akku leer, das Auto hätte eine Reichweite von knapp 50 Kilometern und weniger. Das will keiner. Eine Reichweite von etwa 150 km wollen die Hersteller erreichen - und das geht nur mit der neuesten Lithium-Ionen-Technologie. Nur haben auch die zurzeit auch noch entscheidende Nachteile: Sie sind noch zu groß, zu schwer, zu teuer. 10.000 € und mehr werden für einen dieser Energiespeicher heute bezahlt. Trotzdem geht bei den Autos kein Weg an der Elektrifizierung vorbei. Die Kosten und die Größe der e-Komponenten müssen halbiert werden und das ist die Herausforderung. Nur so gibt es einen Erfolg am Markt.

Wie schwer sich die Autohersteller mit der Einführung von Elektroautos tun, zeigt der Blick nach Japan. Dort wird kürzlich der Mitsubishi iMiEV angeboten, das allererste Serienelektroauto der Welt. Der Kleinwagen verfügt über eine Reichweite von rund 150 km. Trotzdem hat er einen allzugroßen Haken: Er kostet stolze 34.000 €. Japan zahlt hohe staatliche Subventionen, daher sinkt der Preis für den Verbraucher auf akzeptable 19.000 €. Andere Hersteller haben auch bereits Elektrofahrzeuge auf der Straße. Wollen sie aber wegen der hohen Kosten noch nicht anbieten. So fährt eine Versuchsflotte von E-Minis und Smart Fortwo Electric Drive durch Berlin. Sie sind an ausgewählte Kunden für einen monatlichen Betrag verleast. Damit wollen die Hersteller Erfahrungen auch im punkto Kundenakzeptanz für eine spätere Serienproduktion sammeln.


Spät aber immerhin hat die deutsche Politik das Elektroauto entdeckt. Die Bundesregierung hat im August 09 den „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“ verabschiedet. Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität machen ist das Ziel. In zehn Jahren sollen eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sein. Ab dem Jahr 2012 soll es finanzielle Anreize für den Kauf der ersten 100.000 Elektroautos geben. Dadurch würden E-Autos im Jahr 2020 allerdings nur etwa 2 % der deutschen Pkws ausmachen.

Trotz aller ungelöster Fragen

Tatsächlich wartet jeder fünfte Deutsche, laut einer Umfrage des Marktforschers Puls zufolge, mit dem Autokauf, weil er einen Wagen mit Elektroantrieb will. In nennenswerten Stückzahlen kommen die Autos erst im Jahr 2011 auf den Markt: Renault-Nissan und GM haben die Serienproduktion von günstigen und im Alltag nutzbaren Fahrzeugen angekündigt. Die IAA zeigt schöne Elektrokonzepte für die Zukunft, nur keine Serienautos, die man kaufen kann. Schade.

Trends zum Elektroauto 2009 auf der IAA:

Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. In einigen Jahren wird es kaum mehr ein Neufahrzeug geben ohne elektrische Unterstützung, wie Start-Stopp-System oder Bremsenenergierückgewinnung, die so genannte Rekuperation zurück ins Bordnetz geben.

Als Zwischenschritt zum reinen elektrischen Fahren wird der Hybridantrieb sein, mit oder auch ohne Lademöglichkeit über das Stromnetz– Plug-in, nach Expertenmeinung. An allen technischen und wirtschaftlichen sinnvollen Lösungen arbeiten Autohersteller aber auch Zulieferer aber auch Entwickungsdienstleister unter Hochdruck. Auf der IAA wurden Elektroauto 2009 präsentiert, die sukzessive den Verbrauchern präsentiert und eingeführt werden, wie der BMW 750 Hybrid, der neue Honda Insight, Mercedes-Benz S 400 Hybrid oder der ML 450 Hybrid, Porsche Cayenne, Toyota Prius III oder VW Touareg V& TSI Hybrid, um nur wenige zu nennen.

Elektro-Utopia auf der Internationalen Automobilausstellung ´10 Sollten die Vorhersagen der Autoindustrie zutreffen, wird das Jahr 2010 mit einem anschwellenden elektrischen Surren auf den Straßen zu Ende gehen. Auf der IAA 2010 werden zahlreiche neue Elektroautos vorgestellt, die im kommenden Jahr an den Start gehen sollen.



Appetithäppchen auf der IAA 2009 - Alle warten auf's Elektroauto

Sollten sämtliche Ankündigungen der Autoindustrie eintreffen, ist mit Ende 2010 mit einem ansteigenden elektrischen Surren auf den Straßen zu rechnen. Denn auf der diesjährigen IAA werden zahlreiche neue Elektroautos vorgestellt, die im nächsten Jahr an den Start gehen sollen.

Elektrofahrzeuge in der IAA-Übersicht:

Chevrolet Volt/Opel Ampera: auf Basis des neuen Opel Astra entsteht zurzeit ein Elektrofahrzeug, das mit Unterstützung eines kleinen Benzinmotors die Batterie nachladen kann. Rein elektrisch sollen Volt/Ampera leider nur 60 km schaffen. Marktstart: 2010 in den USA, 2011/2012 in Deutschland.

Renault-Nissan: Die japanisch-französische Allianz plant eine ganze Flotte von E-Cars: Kleinwagen wie VW Lupo, Mittelklasselimousinen, Mini-Vans und ein Golfkonkurrent schon angekündigt. Die ersten Fahrzeuge sollen Ende 2010 zu Preisen ab 20.000 € auf den deutschen Markt kommen.

BMW: In Berlin fahren bereits eine Hand voll E-Mini im Feldversuch. BMW soll 2012/2013 Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen - Kleinwagen, die speziell auf den Einsatz mit E-Motor abgestimmt werden.

Smart: Daimler ist Anfang des Jahres bei US-Elektropionier Tesla Motors eingestiegen. Ab November wird der Smart mit den Tesla-Akkus für ausgewählte Kunden in Kleinserie gebaut. 2012 kommt die Serienversionen von Smart und A-Klasse für jedermann, 2013 gibt es die Serienversion des SLS mit E-Antrieb.

VW: Der Golf TwinDrive fährt im Flottenversuch in Berlin, ein Serienstart des neuen Lupo mit E-Antrieb ist 2012 geplant. Der auf der IAA gezeigte Elektro-Audi R8 ist nur eine Andeutung.

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