MINI E Berlin powered by Vattenfall
Mit dem gemeinsamen Projekt MINI E Berlin powered by Vattenfall mit der BMW Group und Vattenfall testet in Berlin in einem umfangreichen Versuch Elektrofahrzeuge und deren Lade-Infrastruktur.
Seit Anfang des Jahres werden im Berliner Pilotversuch Erkenntnisse im Bereich der Elektromobilität und der dazu notwendigen Infrastruktur gesammelt. Dabei stehen vor allem Tauglichkeit in der Praxis und Akzeptanz im Mittelpunkt. Vattenfall Europe installiert in Berlin 50 unabhängige Ladestationen, d.h. jeder Elektroautofahrer kann an diesen E-Tankstellen aufladen. In diesem Pilotprojekt wird der MINI E eingesetzt. Damit auch die Vorkette für das Projekt CO2 neutral erzeugt wird, liefert Vattenfall Europe regenerativen Strom.
Auch im Mittelpunkt des Versuchs steht die Analyse, wie das Laden von Elektrofahrzeugen in Abhängigkeit vom schwankenden Windenergie-Netzauslastung erfolgen könnte. Möglich wird das, indem die erste Stromladesäule seither in Berlin-Treptow steht. Vattenfall hat zudem ein System zum intelligenten Netzmanagement entwickelt. Interessenten konnten sich innerhalb eines Bewerbungsverfahren für insgesamt 50 Mini E, die im Rahmen des Projekts genutzt werden, vorstellen. Binnen zwei Zeitabschnitten von jeweils sechs Monaten werden insgesamt 100 Berliner den Mini E im täglichen Einsatz testen können.
Servicepaket inklusive Versicherungsschutz für 400 € / Monat
Für ganze 400 € pro Monat steht das komplette Servicepaket inklusive Versicherungsschutz für den Interessenten bereit. Die ersten E-Minis sind bereits im Frühsommer 2009 übergeben worden. Zusätzliche Ladestationen werden bis dahin auch zur Verfügung stehen. Der E-Mini wird für den elektrischen Einsatz zum Zweisitzer: wegen der Batterien im Heck wird er auch fast 300 Kilo schwerer.
Elektrisch fährt der Mini E emissionsfrei bis zu 250 Kilometer weit und bis zu 152 km/h schnell. Der Spurt auf 100 km/h ist beachtlich. Den erledigt er in 8,5 Sekunden.
Vattenfall beteiligt an den Entwicklungen zur Elektromobilität
Die Chance und den Beitrag auf ein mehr an Lebensqualität die die Elektrofahrzeuge bieten können, will sich der Energieversorger nicht entgehen lassen. Elektroantriebe erzielen einen weit höheren Wirkungsgrad als Verbrennungsotoren und verursachen nur geringe Lärm sowie keine Emissionen. Diese Eigenschaft wird künftig die Lebensqualität nicht nur in städtischen Räumen verbessern können. Dazu kommt ,dass die Reduktion von CO2-Emissionen des Straßenverkehrs im Mittelpunkt der nationalen sowie der europäischen Klima- und Energiepolitik steht.
Um die Energieversorung mit Strom aus regerativen Energie sicher zu stellen setzt Vattenfall ein Verfahren ein, mit denen Windenergie bestmöglich ausgeschöpft werden kann: Windenergie soll zukünftig einen großen Anteil der alternativen Stromversorgung Deutschlands haben. Das Windaufkommen schwankt sehr stark und entspricht nicht immer unserer Stromnachfrage. Allerdings können Windkraftwerke abgestaltet werden wenn das Stromnetz instabil werden sollte. Dabei kann das Aufladen von Fahrzeugbatterien helfen. Es soll in Zeiten stattfinden, in denen das Angebot an Windenergie hoch und die Nachfrage nach Strom dagegen niedrig ist, also meistens nachts. So können Fahrzeugakkus zum Speichern von Windenergie genutzt werden.
Die Rückspeisung der Windenergie ins Stromnetz (Vehicle-to-Grid):
Es soll erprobt werden, wie man den in den Fahrzeugbatterien gespeicherte Strom aus Windenergie in das Netz zurück speisen kann, wenn die Stromnachfrage besonders hoch ist, also nicht nachts sondern während des Tages.
Wie funktioniert das ohne die Mobilität der Benutzer einzuschränken. Fest steht, dass Elektroautos effektiv und effizient zu einer Reduzierung der Emissionen des Straßenverkehrs beiträgt. Das Projekt soll deren Engpässe analysieren und sie helfen ausräumen.
Wie sieht der Beitrag von Vattenfall im Kooperationsprojekt aus?
Vattenfall stellt die Ladeinfrastruktur in Form von Autostrom-Boxen zuhause oder am Arbeitsplatz und frei zugänglichen Autostrom-Stationen in Berlin zur Verfügung. Damit können Nutzer nicht nur daheim oder am Arbeitsplatz, sondern auch während eines Einkaufsbummels oder eines Kinobesuchs Fahrzeugakkus aufladen. Die Vattenfall E-Stationen können von Elektroautos verschiedener Hersteller genutzt werden und dazu unabhängig von deren Stromversorger. Mit einem intelligenten Netzmanagement schafft der Energieversorger das so genannte „Gesteuertes Laden“, das die Möglichkeit schafft, Windenergie bestmöglich zu nutzen. Dabei sollen Teile der Fahrzeugbatterie-Kapazitäten genutzt werden, um Starkwind- und schwache Lastzeiten auszugleichen. Außerdem nutzt Vattenfall die Ergebnisse des Versuchs um Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge zu standardisieren.
Wie funktioniert die Bedienung der Ladesäulen?
Nutzer registrierten sich, erhalten dazu eine ID-Karte in Form einer EC-Karte, mit der sie sich an der Ladesäule identifizieren können. Eine Klappe wird geöffnet, hinter der Steckdosen zur Verfügung stehen: eine haushaltsübliche SchuKo-Dose, die mit 16 Ampere lädt, und eine zweite für schnelles Laden, mit 32 Ampere. Soll das mitgebrachte Ladekabel an der Ladesäule wieder abgezogen werden, muss sich der Nutzer wieder identifizieren. So wird verhindert, dass Unbefugte das Kabel entfernen können. Wie das Tanken genau funktioniert, erfährt der Nutzer auch direkt an der Ladesäule mithilfe von Informationen auf einem Display der Ladestation.
Wie erfolgt die Abrechnung?
Zur Abrechnung der Ladevorgänge mit dem Kunden erfasst Vattenfall an den Ladepunkten vor allem Daten zur abgenommenen Energiemenge aber auch Kundenidentifikation, Beginn und Ende des Ladevorgangs. Abrechnungsdaten werden dann dem jeweiligen Stromanbieter zur Verfügung gestellt. Die Nutzer erhalten zur Rechnung eine Einzelübersicht, aus der hervorgeht wo und zu welcher Zeit wie viel Strom geladen wurde, wie wir es von der Handy-Abrechnung kennen.
Wo sind die Ladesäulen aufstellen?
Schwerpunkt des Versuchs ist der citynahe S-Bahn-Ring von Berlin. Bei der Auswahl der Standorte berücksichtigte Vattenfall folgende Aspekte:
Verweildauer: der Benutzer kann die Batterie während der Alltagsaktivitäten aufladen. Es werden bevorzugt Standorte wie Einkaufszentren oder Freizeiteinrichtungen ausgewählt.
Attraktivität: Es kommen besondes attraktive Standorte in Frage, welche für möglichst viele Benutzer ein Ziel darstellen könnte.
Regionale Abdeckung: Der Schwerpunkt liegt im stadtinneren S-Bahn-Ring. Darüber hinaus werden auch citynahe Zentren wie Spandau, Tegel, Zehlendorf, Steglitz, Köpenick, Weißensee etc. abgedeckt.
Erreichbarkeit: Die Ladesäulen sollen für Benutzer täglich und bequem rund um die Uhr erreichbar sein.
Einzelheiten zum E-MINI:
Mit dem MINI E steht ein Fahrzeug bereit, das Fahrspaß und umweltgerechte Mobilität kombiniert. Zusammen mit dem von Vattenfall bereitgestellten erneuerbaren Strom zeigen beide Partner des Projekts: Umweltschutz muss nicht Verzicht bedeuten. Der MINI E hat solze 150 kW (204 PS) und wird bei 152 km/h abgeregelt. Der elektrische Antrieb des Fahrzeugs gewinnt zudem die Energie beim Bremsen zurück. Dadurch lassen sich schon mal etwa 20 % der Energie zurückgewinnen. Je nach Fahrweise beträgt die Reichweite bis zu 250 km und setzt damit neue Maßstäbe für Fahrzeuge mit reinem elektrischen Antrieben.
Wie wird sichergestellt, dass das Fahrzeug geladen ist, wenn der Benutzer losfahren will?
Hier ist die Fahrermitwirkung gefragt. Der Benutzer kann über ein Internetportal den Zeitpunkt angeben, an dem das Fahrzeug vollgetankt sein muss. Steht bis zu diesem Zeitpunkt keine Windenergie zur Verfügung, wird der Ladevorgang mit Energie aus anderen regenerative Resourcen eingespeist. Damit kann der aufgeladene Akku zum gewünschten Zeitpunkt zur Verfügung stehen.
Woher kommt der Strom, den die Fahrzeuge tanken?
Um das Projekt und die Zukunft vollkommene CO2-Neutralität gestalten zu können, wird innerhalb des Projektes Strom aus erneuerbaren Energien hauptsächlich Windenergie eingesetzt. Vattenfall versorgt die Elektrofahrzeuge in diesem Versuch ausschließlich mit Ökostrom. Die Erzeugung des Stromes aus Wind- und Wasserkraftwerken kann mit Zertifikaten nachgewiesen werden. Dadurch sind die CO2-Emissionen am Fahrzeug gleich Null. Dies trifft auch auf weitere Schadstoffe wie NOx und Feinstaub zu. Die Lärmbelästigung kann auf die Wind- und Rollgeräusche reduziert werden. Somit wird der Anspruch an ein Null-Emissionsfahrzeug optimiert.
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