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Neue Elektroautos: In Genf sind auf fast allen Ständen Alternativen Antriebe

Neue Elektroautos: Das Elektroauto ist im Trend – zumindest 2011 beim Autosalon in Genf. Auf fast allen Ständen auf Genfs Automobil-Salon stehen Autos mit neuen Antrieben. Der Differenzierung zu anderen Automessen: Jetzt sind nicht nur attraktive Studien an Board, sondern richtige und auch für die Massenfertigung taugliche Autos zu sehen. Und sie sind tatsächlich zu kaufen. Für die Automobil-Hersteller Deutschlands ist das keine gute Neuigkeit. Dem Elektroauto gehört die Zukunft. Das bestreitet keiner mehr. Leider gehört den Deutschen das Podium für neue Elektroautos in Genf nicht.

Wettbewerber aus dem nahen und fernen Ausland, die heute neue Elektroautos verkaufen können, sind Daimler, VW, oder auch BMW überlegen. Der enthronte Riese General Motors (GM) bietet in den USA das Elektroauto Chevrolet Volt, das mi einem Reichweitenverlängerer noch einen zusätzlichen Verbrennungsmotor als Generator dabei hat. Wenn VW&Co. mit schicken Konzeptautos wie z.B. einer elektrischen Auferstehung des Bullis als Großraumvan punkten möchte, steht auf einem anderen Stand ein „kauf-echter“ Volt zum Greifen nahe. In diesem Jahr soll er europaweit auf Erfolgsour gehen und 2012 nach Plan des Autobauers bereits 120.000fach bereit stehen.

Im Herbst soll der GM Volt zudem noch als weitgehend baugleicher Ampera mit dem Opel-Logo am Start stehen. Mit 42.900 € wird er jedoch knapp 1.000 € mehr kosten als der Ami-Chevrolet Volt.

Ein anderer Wettbewerber aus den USA geht zum Angriff über: Ford. Nach dem e-Transporter Ford Transit trumpft das eine ganze Anzahl von produktionsnahen Elektro- oder Hybridangetriebenen in der Schweiz auf. Noch heuer kommt der Bestseller Focus Electric in den USA auf den Markt. 2012 dann in Deutschland. Aber das ist noch lange nicht alles bei Fords neue Elektroauts. Sie sellen ihre komplette Kompakt-Plattform um auf e-Antrieb. Im nächsten Jahr will das Unternehmen drei neue Elektroautos mit aufladbaren Plug-in Hybrid bringen. Unter anderem als Focus C-Max Energy, der 800 Kilometer mit nur einer Tankfüllung weit kommen soll.


Ford treibt alle drei Varianten der neue Elektroautos voran, um es erschwinglich zu machen; d.h. Hybrid, Plug-in und den ausschließlichen Elektroantrieb. Je eher ein Autobauer nennenswerte Stückzahlen produzieren kann, desto effizienter wird deren Hersellung. Hier hilft die Tatsache, dass Ford rund um den Globus weitgehend baugleiche Autos verkauft. Bei Hybridmodellen sieht Ford sich schon als Massenhersteller und nach Toyota die No. 2 im US-Geschäft. Für beide Alternativen Antriebsstränge kann Ford fast identische Aggregate nutzen, um die Stückzahlen zu erhöhen und damit Kosten zu sparen.

Wie wichtig hohe Absatzzahlen sind, weiß man auch beim Autohersteller Mitsubishi Motors. Wenn man den Preis der Elektroautos senken will, muss das Produktionsvolumen gesteigert werden. Auch Mitsubishi gehört zu den Pionieren des Elektroantriebs, der tatsächlich schon ein alltagstaugliches Auto im Angebot haben. Seit Juni 2009 ist der viersitzige kugelrunde i-MiEV getauftes E-Auto im Verkauf. Bis heute hat Mitsubishi 9000 Fahrzeuge weltweit verkauft, 3000 allein in Japan. In Deutschland ist Mitsubishi mit dem i-MiEV bislang sogar der einzige große Hersteller, der ein Elektroauto im Verkauf hat. Auch wenn der i-MiEV in Genf oft unbeachtet von den Messebesuchern bleibt: Das Auto ist der Konkurrenz voraus, weil es greifbar beim Händler steht.

Aber damit das Geschäft für Mitsubishi profitabel wird, müssen schnell mehr Stückzahlen her. Dafür sind Produktionszahlen von 30.000 Autos und mehr notwendig. Davon ist Mitsubishi nicht mehr so weit entfernt. Im nächsten Jahr wollen die Japaner 25.000 Elektroautos produzieren.

Der fünfgrößte japanische Autobauer ist den Branchenriesen wie VW oder auch Toyota beim Elektroauto voraus. Aber der in Genf unweit vom Mitsubishi-Stand stehende Volt zeigt: Der Wettbewerb schläft nicht. Nissans Leaf etwa soll Ende dieses Jahres zum Verkauf stehen. Und der im Vergleich zum Miev größere Wagen aus der Golf-Klasse wird voraussichtlich mit einem wirklichen Kampfpreis von rund 35.000 Euro an den Start gehen. Der Nissan i-MiEV kostet 34.390 Euro, ist aber das kleinere und deutlich schwächer motorisierte E-Auto.

Alle Hersteller wissen, dass es mit reinen Elektroauto gelinde gesagt schwieriger wird, Geld zu verdienen. Wann das funktioniert, ist nicht absehbar.

Und genau deshalb findet die Diskussion um staatliche Subventionen für den Kauf von Elektroautos gerade auch in Deutschland auch in Genf kein Ende. Wir brauchen Staatsgelder für neue Elektroautos ist die einheitliche Meinung. In etlichen Ländern gibt es Förderungen für die Käufer, nicht aber in Deutschland. In naher Zukunft sollen auf dem US-Markt 5.000 bis 10.000 Elektroautos pro Jahr verkauft werden – auf eine konkrete Jahreszahl will er sich trotz der großen Spanne nicht festlegen.Neben den Elektroautos sind vor allem Hybride ein großes Thema in Genf – die Autos mit den zwei Herzen will zudem fast jeder Hersteller anbieten. Deswegen hat Mitsubishi zunächst ein Elektroauto auf dem Markt gebracht hat. Bei Toyota oder Honda läuft es genau umgekehrt.

Dass quer über die Branche hinweg an den vor allem in Deutschland lange als überflüssig verschrienen E-Autos gearbeitet wird, ist unbestritten. Der Grund: die zukünftig anstehende Abgasnorm Euro 7. Es wird sehr schwierig und vor allem kostspielig werden, mit einem Diesel-Motor diese Grenzwerte zu erlangen. Für die deutschen Hersteller ein wirkliches Problem, für Mitsubishi eine Chance.VW erwartet jedenfalls, dass die Plug-in-Hybride zukünftig eine große Rolle spielen werden. Die Hybridtechnik, an der auch Volkswagen intensiv arbeite, soll quer über alle Konzernmarken hinweg zum Einsatz kommen.

Aber so optimistisch wie manch anderer in der Branche ist er nicht. Auch wenn die ersten Elektroautos der Konkurrenz in den Verkauf gehen, glaubt VW für dieses Jahr nicht an den großen Durchbruch des elektrischen Antriebs. Das wird noch seine Zeit brauchen. Die Infrastruktur ist noch offen, und die Kosten für die Batterie sind immer noch viel zu hoch.

Für diese Zweifel könnte es gute Gründe gebe: Europas größter Autobauer liegt laut einer aktuellen Studie des Center Automotive Research der Uni Duisburg-Essen auf dem Weg ins Zeitalter der Elektromobilität heute nämlich nicht nur hinter ausländischen Rivalen, sondern auch deutlich hinter dem Stand der anderen deutschen Autobauer. So gesehen wäre es für VW gar nicht schlecht, wenn sich die neue Technik noch Zeit ließe.Doch in China, dem auch für Volkswagen so wichtigen größten Automarkt der Welt, lässt sich ohne Elektroauto nichts mehr machen, weil in den vielen Millionenstädten immer mehr Beschränkungen für Autos mit Verbrennungsmotoren erlassen werden.BMW ist schon weiter. Auf der Genfer Messe zeigen der Bayer den Active E, ein BMW 1er Coupé mit dem ersten komplett von BMW entwickelten rein elektrischen Antrieb. Im Sommer 2011 soll eine Testflotte des E-Autoa an den Start gehen. Zu kaufen sein wird er im Jahr 2013.

Für eine eigenständige Architektur, wie sie die BMW i3 und der BMW i8 haben werden, ist mehr Zeit notwendig. Diese beiden Modelle mit superleichten Karbonbauweise, als Megacity Vehicle bekannt, kommen erst in zwei Jahren auf den Markt.Während der i3 für den Gebrauch in Städten konzipiert ist, kann sich der i8 mit seinem kleinen Elektromotor in der Stadt emissionsfrei bewegen und begnügt sich außerhalb mit dem Kraftstoffverbrauch eines Kleinwagens.

BMW i nennt keine konkret-angestrebten Stückzahlen für neue Elektroautos i3 und i8. Beide neue neue Elektroautos würden keine Nischenfahrzeuge, auch wenn der kleinere Wagen ein höheres Volumen haben werde, allein schon weil der Hybrid-Sportwagen ein recht exklusives Auto wird. Der Stromer wird wohl um die 40.000 Euro kosten. Offen ist die Frage, ob die E-Autos gekauft werden können oder ob Kunden sie ausschließlich leasen sollen.

Führend unter den deutschen Herstellern ist der CAR-Studie zufolge Mercedes` neue Elektroautos. Daimlers Premiummarke hat durch ihr Joint-Venture mit dem Konzern Evonik viel Know-how in der Batterietechnik aufgebaut. Außerdem ist sie der Konkurrenz bei der Brennstoffzelle weit voraus und engagiert sich in der Range-Extender-Technik. Mit dem rein stromgetriebenen Kleinwagen Smart hat Daimler zwar viel Erfahrung gesammelt, zu kaufen ist er aber noch nicht.


Vom neue Elektroautos zurück zum Elektroautos

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