Das Nissan Elektroauto EV kommt 2012
Nissan Elektroauto soll nicht mehr kosten als ein normaler aus der Kompaktklasse. Die Reichweite beträgt etwa 160 Kilometer und der Clou: Eine SMS informiert den Fahrer, wenn der Akku wieder geladen ist.
Dieser 2.08.09 könnte ein große Rolle in der automobilen Welt spielen. An jenem Sonntag nämlich präsentiert Nissan in Japan den seriennahen Prototypen seines völlig neuen Elektroautos. Sie werden damit die Ersten sein, kündigt Nissan an obwohl es Vorreiter wie Tesla Roadster oder Mitsubishi i-MiEV bereits gibt. Das Nissan Elektroauto, der 2012 weltweit auf den Markt kommt, fährt in der Golf-Klasse und ist damit nicht nur familientauglicher als der Roadster von Tesla Motors. Er soll dazu geräumiger und günstiger als der rund 34.000 € teure Mitsubishi werden, der bereits Ende 2009 in Japan debütierte. Jetzt gibt es neue Infos über das Geheimnis Nissan EV. Bereits bekannt war: fünf Türen, Schrägheck, Ladebuchse an der Wagenfront. Dazu bekommt der Nissan Energie über einen 250 Kilo schwere Lithium-Ionen-Akku aus der Nissan-Kooperation mit NEC. Ladezeit an der Steckdose in etwa 7 Stunden für eine Reichweite von 160 Kilometer. An Schnellladestellen sollen in nur 25 Minuten die Akkus wieder zu 80 % geladen sein. Das reicht aus, um an der Autobahnraststätte einen Kaffee zu trinken und dann entspannt weiterzufahren.
Das Nissan Elektroauto meldet sich fahrbereit, wenn die Akkus geladen sind
Energie bekommt der Nissan über 250 Kilo schwere Lithium-Ionen-Akkus aus der Nissan-NEC Kooperation.
Der besondere Clou ist: Per Handy kann der Fahrer mit seinem E-Auto kommunizieren. Das Auto meldet sich, wenn ein erwünschter Ladezustand erreicht worden ist. Der Fahrer kann zudem per Mobiltelefon Klimaanlage oder Heizung steuern, während das Auto am Netz hängt. Ein Navigationsgerät soll immer den kürzesten Weg zur nächsten freien Ladestation zeigen. Trotz dieser Hightechs soll der EV von Nissan nicht mehr kosten als ein vergleichbares Auto mit Verbrennungsmotor – ohne die teuren Batterien allerdings. Diese können zunächst wahlweise auch geleast werden. Doch bei Nissan ist eins klar: mit dem Elektroauto allein es alleine nicht getan ist. In Japan hat man deshalb die Vision von Ladestationen an Park&Ride-Parkplätzen, in Parkhäusern oder auch an Raststätten. Für 60 - 70 € soll es eine Art Jahresabo für freies Strom tanken geben. Bei einer Kilometerleistung von 10.000 Kilometern im Jahr wären das Stromkosten von 0,7 Cent pro Kilometer.
EV ist nur der Anfang eines ehrgeizigen Plans
Nissan gibt für den deutschen Strom-Mix (42 % Kohle) einen CO2-Ausstoß von 84 g/km an. Bei einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Carports wären es Null Gramm. Alle Elektroauto-Hersteller sind aber extrem auf die Unterstützung der Politik angewiesen. Finanzielle Subventionen für die Käufer wie Steuererleichterungen seien unbedingt notwendig. Staaten wie Portugal, Irland oder Dänemark sind hierbei beispielhaft. Doch der am 2.08. präsentierte Elektro-Nissan, für dessen Technikerprobung zwei Nissan Cube auf Elektroantrieb umgerüstet wurden, soll erst der Anfang sein. Mittelfristig wird Nissan pro Jahr ein E-Modell auf den Markt bringen. Die Hybridtechnik hält Nissan allerdings für eine Übergangslösung, die bald vom Markt verschwinden wird. Nissan will mit viel Mut die Autowelt bald revolutionieren.
Vom Nissan Elektroauto zum serienreifen Elektroauto
Vom Nissan Elektroauto zum Elektroauto
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