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Neuer Porsche Elektroauto vom E-Ruf präsentiert

Porsche Elektroauto - Der Automobilveredler Ruf hatte das bislang Unvorstellbare möglich gemacht - einen Porsche 911 ohne typisch-brüllenden Boxermotor zu bauen. Der E-Ruf ist der erste Porsche mit elektrischen Antrieb. Der Tüftler Ruf jedoch hat das Modell zum E-Ruf Greenster weiterentwickelt.

Ein Targa mit Elektro-Antrieb

Dem neusten „Elektro-Porsche“ hat Ruf eine schickes Kleid verpasst: Der Porsche Targa kommt mit klassischen Edelstahl-Bügeln daher. Der grün-lackierte Porsche vereint Retro-Design mit modernster Technik.

Der neue Motor bringt noch mehr Leistung Im Heck des 911er steckt nun ein Elektromotor mit der Leistung von 270 kW - das sind in Pferdestärken ausgedrückt rund 370 PS. Direkt ab Leerlauf stehen gnadenlose 950 Nm Drehmoment am Start. Das sorgt für ausreichend flotte Beschleunigungswerte. Von knapp fünf Sekunden ist die Rede.

Reichweite liegt bei mindestens 200 Kilometern Bei Tempo 250 wird der Elektroauto Porsche eingebremst und kann so 200 Kilometer Reichweite ohne nachladen zurücklegen. Mit einem erweiterten Batteriepack sollen zusätzlich 120 km also insgesamt 320 km machbar sein. Moderne Lithium-Ionen-Akkus speichern die Energie des e-Porsches. Dieses Jahr will Ruf die Produktion des Greenster starten.

Doppelmotor kommt


In Zukunft ist in Kooperation mit Siemens ein Doppelmotorkonzept vorgesehen. Damit soll der Porsche Greenster das erste elektrische Fahrzeug mit einem so genannten bidirektionalen Netzanschluss weltweit sein. Damit lässt sich das Elektroauto in etwa zwei Stunden an einer 400-Volt-Steckdose aufladen - ohne die bislang erforderliche zusätzliche Ladeelektronik. Zudem soll über die gleiche Steckdose Energie ins Stromnetz eingespeist werden können.

Außerdem häuften sich in Amerika die Anfragen nach diesem Zero-Emission-Targa. Sofort wurde gehandelt: Die kalifornische Ruf-Entwicklungs-Zweigstelle Calmotors riss einem 911 das Boxerherz aus dem Rücken und entfernte den Tank. Stattdessen sitzt jetzt ein waschtrommelförmiger, 90 kg schwerer und 150 Kilowatt (entsprechend 204 PS) starker bürstenloser Drehstrommotor mit Permanentmagnet tief unten im Heckabteil Energiepack.

Das Original-Sechsganggetriebe samt Kupplung durfte noch drin bleiben. Überflüssiger Ballast, der aber bald abgeworfen werden soll. Denn E-motoren brauchen mit ihrem vom Stand weg vollen Drehmoment - in diesem Fall 650 Nm - keine Gangabstufungen, geschweige denn eine Reibungskupplung, sondern nur ein Reduktionsgetriebe.

Aber der Firmenchef macht auch klar, dass der Elektro-Porsche ein reiner Prototyp ist. Die nächste Evolutionsstufe bekommt einen höher drehenden Motor, ein eigenes Getriebe sowie noch leistungsfähigere Batterien und soll deutlich an Gewicht verlieren. Jetzt wiegt der schwarze Strom-Renner mit 1.910 Kilogramm noch mindestens 300 zu viel. Trotzdem soll er schon in unter 7 sec. auf 100 km/h beschleunigen, 225 km/h Spitze laufen und bei zurückhaltender Fahrweise rund 300 Kilometer durchhalten.

Die Geräuschkulisse klingt zwar prototypig unterirdisch, es surrt, brummt und pfeift, aber der spontane Antritt und diese ganz spezielle, super gleichmäßige E-Motor-Beschleunigung machen Spaß. Um Kurven muss der er noch vorsichtig getragen werden wegen der sehr extremen Gewichtsverteilung. Es gibt also noch allerhand zu tun für die Ruf-Mannschaft, wenn Ende 2009 schon ein erster exklusiver Kleinserien-Renner fertig sein soll.

Vom Porsche Elektroauto zum serienreifen Elektroauto
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