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Range Extender Elektroauto eingesetzt im Audi A1 E-Tron

Range Extender Elektroauto: Aufstand im VW-Konzernspitze, weil Audi ein technisches Solo mit einem Elektroauto mit einem weiteren Wankelmotor plant. Daneben könnte sich dieses Vorhaben als besonders exklusiv aber auch genial sein wie einst der Allrad Quattro.

Elektrofahrzeuge sind besonders leise, aber einer der Nachteile ist deren Aktionsradius, so dass es eigentlich nur für Kurzstreckenfahrten reichen kann. Bei Elektroautos, die über einen Reichweitenverlängerer verfügen, den so genannten Range-Extendern, ist das anders. Bei leeren Batterien springt syncron ein Verbrennungsmotor ein, um dann zügig Strom herzustellen. Die ähnlichen Varianten Opel Ampera oder Chevrolet Volt funktionieren mit dieser Technik.

Der Range Extender Elektroauto Audi A1 E-Tron wird mit einer derartigen Antrieb ausgestattet werden. Dazu etwas Besonderes: Als Motor kommt kein gewöhnlicher Otto- bzw. Dieselverbrenner in Frage, sondern der Wankelmotor. Der beinahe vergessene Enwurf, bei dem ein bauchiger Dreieck-Kolben um eine feste stehnde Welle kreist, wurde einst von Felix Wankel erfunden und kam dann 1964 im NSU Wankel Spider. 1967 kam er dann in den legendären NSU RO 80 aber auch in den Mazda Cosmo Sport als Serienfahrzeug in den Verkauf. Daher gibt es im Unternehmen Audi seit dem Jahre 1969, zudem mit NSU fusionierte, eine lange Wankel-Geschichte.

Ebenso überraschend lässt Audi beim aktuellen Konzept A1 E-Tron diese Tradition aufleben. Konsequent deshalb, weil ein Wankelmotor sehr kompakt, leise und vollkommen vibrationsfrei laufen kann. In einem solchen Elektroauto, das möglichst leicht sein muss und dessen E-Antrieb beinahe lautlos und ohne Vibrationen funktioniert, wäre ein Wankelmotor als Stromproduzent eine ideale Ergänzung.


Dass Audi diesen Motor heranzieht und ein Konzept mit Elektroantrieb mit einem Wankelmotor als Reichweitenverlängerer gebaut hat, wundert nicht wirklich. Mit diesem Extra würde das Unternehmen aus Ingolstadt sofort mit einem technologischen Auto die eigene Geschichte relaunchen und zudem ein bis heute besonderes Konzept bringen. Der Erfolg könnte damit vielleicht ähnlich groß sein wie damals Anfang der achtziger Jahre, als sich sie mit dem Quattro-Allradantrieb binnen weniger Zeit als technisch avantgardistische undinnovationsstarke Marke behaupten konnte.

Fahrer des RO 80s bestätigen damals, wie unzuverlässig die Technik damals war.

Dass der Wankelmotor nur von Mazda im Automobilbau verbaut wurde, macht deutlich, dass diese Idee einige deutliche Nachteile hat. Die Verlust an Wärme wegen der großen Brennraumoberflächen sind höher als bei den Ottomotoren. Außerdem galten sie als Öl- und Spritfresser mit kurzer Überlebensdauer. In den 70iger Jahren sollen sich RO80 Fahrer dauernd mit erhobenen Fingern gegrüßt haben - wobei der Finger die Zahl der schon verschlissenen Wankelmotoren bedeutete.

Heute seien diese Probleme behoben, zu denen besonders die schwierige Dichtung zwischen Kreiskolben und Brennkammer gehörte. Der Generator, der im Audi A1 E-Tron verbaut wurde, ist ein Einscheiben-Wankelmotor, der mit dem Abgasstrang, der nötigen Steuerelektronik, der Kühlung und dem Generator nur 65 kg wiegt. Damit so kompakt ist, dass er unter den Kofferraumboden verbaut ist. Läuft der Motor mit einer Drehzahl von 5000 Umdrehungen in der Minute, arbeitet sie nahe ihrem Effizienzmaximum.

Überzeugenden 1,9 l/100 km

Als Verbrauch im Schnitt gibt Audi einen Wert von 1,9 l/100 km für den A1 E-Tron an. Das ist dann ein CO2-Ausstoß von 45 g/km. Mit der aktuellen Prototypen fährt das Auto rund 50 Kilometer rein elektrisch, bis dann ohne Ankündigung der Wankelmotor anspringt und Strom für zusätzliche 200 km Reichweite zu produziert.

Ab 2013, würde dann der Verrieb des außergewöhnlichen Fahrzeugs starten. Bis dorthin sind noch rechtliche Angelegenheiten der Patente des Wankelmotors zu klären. Wichtiger ist allerdings: es muss eine interne Übereinkunft mit der Wolfsburger Mutter erreicht werden. Die VW AG will ausschließlich konventionelle Hybridautos oder reine Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen. Einen Hightech-Exoten wie es der A1 E-Tron wird, ist bei VW nicht gedacht.

Vom Range Extender Elektroauto zurück zum Elektromotor
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