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Rekuperation bringt "verbrauchte" Energie wieder zurück

Rekuperation (lat. recuperare: „wiedergewinnen“, „wiedergutmachen“, „wiedererlangen“) nennt man auch „regeneratives Bremsen“. Diese Technik wandelt die kinetische Energie (Bewegungsenergie) durch die Elektromotoren wieder zurück in elektrische Energie.

Heute wird unter diesem Verfahren die „Rückgewinnung“ von Energie verstanden. Eigentlich wäre dieser Ausdruck ist fachlich nicht haltbar, weil - wie wir wissen - Energie nicht „verbraucht“ wird: Gesetz der Energieerhaltung, sie wird nur in andere Formen umgewandelt, oder vom System nach aussen abgegeben. Präziser ist der Ausdruck Energierückführung.

Egal ob es sich um einen Hybrid-Motor, einen Plug-in-hybrid oder um einen reinen Elektromotor handelt: Elektromotoren werden bewegt indem ihnen Energie in Form von elektrischen Strom zugeführt wird. Umgekehrt können sie zum Generator werden und geben elektrischen Strom ab, wenn sie von außen Kraft zugeführt bekommen. Die kinetische Energie der Antriebsräder wird genutzt um den Elektromotor zu bewegen, so dass er jetzt sogar elektrische Energie produzieren kann. Ein simples Beispiel ist das Dynamo beim Fahrrad, dass wegen dem mitlaufenden Rad am Fahrradrad Strom für die Lampe erzeugt.

Die beim Bremsen gewonnene Energie wird in die Batterie eingespeist. Gleichzeitig wird der Widerstand, der bei der Stromproduktion entsteht, für das Bremsen zusätzlich genutzt. Beim Bremsvorgang wird die regenerative Bremse in Verbindung mit der hydraulischen (Kraftübertragung mit Hilfe einer Flüssigkeit) Bremse gesteuert. So ist es möglich, die beim Bremsen entstehende kinetische Energie, in Form von Reibungswärme, zu speichern und erneut als Energie für das Fahren zu nutzen. Diese technische Entwicklung fördert die Vermeidung von Fein- und Bremsstaub. Durch das regenerative Bremsen kann also die Brems- und Feinstaubbelastung erheblich reduziert werden.

Das im Stadtverkehr besonders häufige Beschleunigen und Abbremsen, ist die regenerative Bremse sehr effektiv. Deshalb wird sie bevorzugt im Bereich niedrigerer Geschwindigkeiten eingesetzt. Der Prius von Toyota z.B. gewinnt auf diese Weise in 100 km Stadtverkehr eine Energiemenge, die einem Liter Benzin entspricht.

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