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Renault Elektroauto hat vier neue Elektroautos im Gepäck

Renault Elektroauto: Zwar hat kein anderer europäischer Autohersteller bereits so konkrete Elektro-Pläne wie das Unternehmen Renault, aber bei der IAA´09 stehen bei vielen Herstellern Elektroautos auf dem Fahrplan. Um das Versprechen auf einen Serienstart in nur zwei Jahren zu untermauern, haben die Franzosen aber gleich vier neue Modelle dabei.

Renault hat vier neue Elektroautos am Start: Fluence, Twizy, Kangoo ZE und Zoe. Darunter sind zwei, die verrückt genug sind, um wenigstens ein paar Blicke von Showstars wie dem elektrisch angetriebenen Mercedes SLS oder dem Audi E-Tron auf sich zu ziehen. Als Blickfänger mit einem gewissen Augenzwinkern dient die Studie Twizy, die ein wenig an einen in der Länge halbierten Smart erinnert: 2,30 Meter kurz, 1,13 Meter schmal. Mit zwei hintereinander montierten Sitzen ist der Stadtflitzer die komfortable und natürlich saubere Alternative zu den abertausenden Motoren und Rollern, die den Stadtverkehr von Paris unsicher machen.

Weil sich der Renault Elektroauto Twizy eher an einer Vespa als an einem Twingo messen läßt, haben die Renault-Entwickler den Wagen extrem handlich konstruiert: Ganze 3 Meter reichen aus, um ihn zu wenden. Mit einem 20 PS-Elektromotor ist er allerdings auch bei den Fahrleistungen näher an einem Roller als einem ausgewachsenes Auto. Denn bereits bei 75 km/h ist der Spaß vorbei. Dafür muss man allerdings nur selten an die Steckdose: Weil die offene Karosserie Heizung oder Klimaanlage überflüssig macht demnach alle Energie dem Fahren dient, reicht der Lithium-Ionen-Akku für rund 100 Kilometer.

Nur mit einer sauberen Kraftquelle ist es bei einer derart ausgefallenen Studie freilich nicht getan. Deshalb haben die Techniker auch ein witziges Cockpit entwickelt und sich selbst für die Scheinwerfer einen netten Clou ausgedacht: Je nach Lust und Laune kann der Fahrer damit den anderen Verkehrsteilnehmern auch Smileys zeigen.


Schon näher am Auto aber trotzdem noch weit in der Zukunft gedacht ist der Renault Elektroauto Zoe, der einen Vorgeschmack auf den überübernächsten Clio geben wird: 4,10 Meter Länge und mit dem Elan eines Coupés gezeichnet, trägt der Viersitzer vier ungewöhnliche Schmetterlingstüren und die Nase eines Delfins. Unter der Haube steckt ein 95 PS-E-Motor und 225 Nm, der 140 km/h erlauben wird und Strom für 160 Kilometer inne hat. Auch hier gibt es wieder ein Spaß aus der Designabteilung: Die Klimaanlage temperiert nicht nur den Wagen, sondern kann die Luft auch befeuchten, entgiften oder auch parfümieren. Mehr Hintergedanke hat die Ladetechnik des Zoe. Wie mittelfristig alle Elektroauto von Renault bekommt er eine Lithium-Ionen-Batterie, der mit drei unterschiedlichen Verfahren betankt werden kann: Entweder man hängt das für 4 - 8 Stunden an eine gewöhnliche Steckdose, oder man nutzt spezielle Ladestationen mit stärkeren Strömen, an denen die Batterie schon nach 20 Minuten voll ist. Noch schneller geht es allerdings mit dem System „Quickdrop“, bei dem die Batterie binnen drei Minuten an speziellen Wechselstationen ausgetauscht werden können. Solche Stationen plant z.B. das Projekt Better Place des ehemaligen SAP-Chefs Shai Agassi, der dafür bereits in vielen Ländern entsprechende Verträge ausgehandelt hat – leider noch nicht in Deutschland.

So verrückt auch der Zoe noch sein mag, so greifbar ist die Technologie hinter der komischen Karosse. Denn dasselbe Paket aus Motor und Lithium-Ionen-Batterie bauen die Franzosen auch in den Kangoo und in ihr neues Stufenheck-Modell Fluence ein. Natürlich wurden selbst diese beiden Modelle für ihre Inszenierung in Frankfurt etwas übertrieben geschminkt und futuristisch verfremdet. Doch denkt man sich die Formen und Farben ein wenig bodenständiger, hat man die beiden Autos vor Augen, mit denen die elektrische Revolution der Franzosen schon in 2 Jahren beginnen wird.

Vom Renault Elektroauto zu serienreife Elektroautos
Vom Renault Elektroauto zum Elektroauto