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Reva Elektroauto: Ein Sub-Auto aus einem Subkontinent

Auf der IAA wurde das Reva Elektroauto NXG aus Indien präsentiert. Bereits 2010 soll er „ans das Stromnetz“ gehen. Und der indische Hersteller hat fürs kommende Jahr bereits ein kleines Brüderchen in Planung.

2010 will der indische Hersteller Reva aus Bangalore ihren NXR auf den internationalen Markt bringen und schon ein Jahr darauf die Coupé-Version des NXG. Wie aus einem Stall sehen die beiden E-Flitzer nicht gerade aus. Hier können die Inder noch von Design-Experten aus anderen Kontinenten lernen. Aber dieses Reva Elektroauto vom Subkontinent wirken insgesamt schon recht ansehbar. Ihre Fahrleistungen genügen bestimmt für die Rushhour von Mumbai: max. 104 km/h schnell vermag der viersitzige NXR zu surren, die Reichweite beträgt immerhin 160 Kilometer, laut Hersteller – sofern der NXR in der Version „Intercity“ mit Lithium-Ionen-Akku bestellt wurde. Dann kostet das Reva Elektroauto rund 15.000 € – allerdings ohne Batterie.

Die Stars der IAA Frankfurt

Bei der Kurzstrecken-Version „City“ können noch Bleiakkus installiert werden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 km/h bei einer Reichweite von 80 Kilometern möglich. Hier merkt man dem Hersteller schnell an, dass es noch an Erfahrung mangelt; denn die „Preispolitik“ bei Reva ist ausgesprochen unausgefeilt. Beide Preise verstehen sich jeweils ohne Batterien. Doch was es kostet, können – oder wollen – die Inder noch nicht verraten. Überdies erwähnen sie noch einen „geringen Beitrag“ für die monatliche Mobilitätsgarantie. Das enttäuscht angesichts des insgesamt wirklichflotten Auftritts.

Das Servicecenter aktiviert notfalls von fern eine Reserve-Ladung


Das Nachfolgemodell NXG, ein Zweisitzer mit trendigem Targadach, soll 2011 auf den Markt kommen und auf eine Höchstgeschwindigkeit bis zu 130 km/h kommen.

Interessant dagegen ist was Reva schon heute über die Schnellladung zu sagen hat: Die normale Ladezeit beträgt acht Stunden. Eine Schnellladung in 90 Minuten bringt einmalig die volle Kapazität, was laut Reva eine Tagesleistung von 320 Kilometern ermöglicht. Der NXR kann aber auch bei erschöpften Akkus für eine Notladung 15 Minuten an die Dose gehängt werden, das reicht für weitere 40 Kilometer, die zur nächsten Service-Station führen kann. Wer auch das nicht mehr schafft, kann per SMS bei Reva einen Notfall rufen. Dann wird eine Notladung aus dem Akku gekitzelt, die ein paar Reserve-Kilometer bis zur nächsten Steckdose ermöglichen könnte. Das nennt Reva „RevIVE“ eine Wiederbelebung und verkauft es als exklusive Zusatzleistung.

Eine durchaus logische Strategie, um den Autofahrern die Angst vor dem Akku-Ausfall zu nehmen – vergleichbar mit der Technik zur Akkuüberwachung, die der Automobilzulieferer Continental ebenfalls gerade auf der vergangenen IAA vorstellte. Dieses System, mit dem Elektroautos in Dänemark und Israel für den Netzbetreiber Better Place ausgerüstet werden sollen, verschafft dem Fahrer Echtzeit-Informationen über den Ladestand ihres Akkus, die Reichweite und das aktuelle Risiko eines Zusammenbruchs der Batterie. Außerdem erhält der Halter des Fahrzeugs eine monatliche Analyse darüber, wie wirtschaftlich er gefahren ist.

Der Nachfolger NXG setzt eindeutig auf Spaßmobil

Mit dem Nachfolgemodell REVA NXG dürfte dieses monatliche Update Schmerzen bereiten: Es macht als Zweisitzer mit Targa-Dach eindeutig auf Spaßmobil, und so sehen die – derzeit wohl noch hypothetischen – Fahrleistungen auch aus: Spitze sollen 130 km/h möglich sein, als Reichweite hält der indische Hersteller 400 km/Tag für möglich. In Bangalore baut Reva derzeit eine „Ultra low-carbon“-Fertigung, die vollständig mit Solarenergie betrieben werden und ausschließlich Regenwasser nutzen soll. Indien, das Land der großen Wunder...

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